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Susanne Meyer-Wilpert

Was macht mein Zuhause für mich so wertvoll? - Wohnen auf dem Wasser

Reportage: Das Gefühl von Freiheit jeden Morgen.

Tauchlehrer Gunter Walter hat es schön nah zur Arbeit. Er kann sich praktisch direkt von der Terrasse aus reinstürzen. Denn sein Haus schwimmt auf der Lausitzer Spree, in der er täglich Tauchkurse gibt.

Gunther W. kehrt soeben aus der Mittagspause zurück. Vom Surfen. Bald müssten die nächsten Tauchschüler eintreffen. Doch bis der Kurs beginnt, ist noch Gelegenheit zum Reden: „Dieses Mehr an Freizeit ist auch so ein Vorteil, den uns unser neues Zuhause gebracht hat", sagt er. Tauchlehrer Gunther W. genießt den Luxus, dass es von seinem Haus bis zur Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes nur ein Sprung ist: Denn es schwimmt an der Oberfläche des Sees, in dessen Tiefen der 42-Jährige seinen Schülern das Tauchen beibringt. Die Wände und Decken bestehen aus unsinkbaren Wabenkernen. Wo andere Gebäude ein Fundament haben, befindet sich eine Plattform aus Schwimmkörpern.

Eine schwimmende Tauchschule, das ist doch etwas Besonderes

„Es ist super, inmitten der Natur zu leben, mit einem freien, weiten Blick", schwärmt Gunther W. Als er 2002 am Gräbendorfer See auf der Suche nach einem Ort für seine Tauchschule war, erfuhr er, dass im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Häuser auf dem Wasser geplant seien. Eine schwimmende Tauchschule, das ist doch etwas Besonderes, dachte er und betrat Neuland auf dem Wasser. Es war dann noch ein ziemlicher Kraftakt, diesen Traum nicht in der Bürokratie des Bauordnungsamtes untergehen zu lassen. 

Hier ist Gunther W. voll in seinem Element

Aber seit nunmehr sechs Jahren betreibt Gunther W. im Erdgeschoss gemeinsam mit seiner Freundin die Tauchschule. Im ersten Stock richteten sie sich auf 136 Quadratmetern ihr privates Reich ein.
Als die beiden ihre Möbel aufgestellt hatten, musste das Haus mit Gewichten zunächst so getrimmt werden, dass es keine Schlagseite bekam. Und dies ist nur eine von vielen Besonderheiten, die das Leben auf dem Wasser mit sich bringt. Mit einer derartig ungewöhnlichen Bauweise gehen eben auch ein paar spezielle Risiken einher, für die es Vorkehrungen zu treffen galt. Um das Schwimmhaus gegen die Feuchtigkeit zu schützen, musste es mit Spezialharzen beschichtet werden. Die erhöhte Gefahr von Blitzeinschlägen auf dem Wasser erforderte den Einbau eines speziellen Blitzableiters. Ein Aufwand, der sich für Gunther W. allemal gelohnt hat. Er als Tauchlehrer ist hier voll in seinem Element.


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