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Susi

Wie ist es, wenn wirklich mal etwas passiert? - Großer Brand, kleines Wunder

Reportage: Zwischen blühenden Wiesen und Feldern steht das Haus von Uwe und Heidi M. im oberfränkischen Kro­nach. Ein beschauliches Fleckchen Erde. Bis an einem Dienstagmorgen – es war der 3. April 2008, kurz vor acht Uhr – ein Brand die Idylle jäh beendet. 

Uwe M. ist bereits früh aufgestanden, um sich die Fernsehnachrichten anzusehen. Anschließend geht er in den Keller, um an seinem Computer E-Mails zu beantworten. Doch plötzlich schreckt ihn ein Geräusch auf. Der damals 67-Jährige eilt die Treppe hinauf ins Wohnzimmer, wo er die Ursache des Krachs vermutet. Dicker, schwarzer Rauch schlägt ihm schon an der Tür entgegen. Der Fernseher ist implodiert. Der ganze Raum brennt lichterloh. „Da war kein Durchkommen mehr“, erinnert sich Uwe M. schaudernd. Er hört Schreie. Seine Frau ruft verzweifelt nach ihm.

Ich hätte ihn nicht retten können, er ist so groß

Im Nachthemd stürzt die damals 64-Jährige vom Schlafzimmer in den Flur. „Ich roch den Rauch und dachte nur: Wo ist mein Mann? Hoffentlich ist er nicht mehr im Haus! Ich hätte ihn nicht retten können, er ist so groß“, sagt sie. Das Feuer wütet inzwischen im gesamten Wohnbereich. Ihr bleibt nur die Flucht durch das Fenster im Schlafzimmer, zum Glück ebenerdig. Uwe M. rettet sich durch den Kellerausgang. Die Eheleute sind froh, sich in Sicherheit zu wissen. Aber es ist nur ein kurzer Moment der Erleichterung, denn gleich darauf hasten sie weiter: er zum Gartenschlauch, sie zu den Nachbarn um Hilfe zu holen.

Was dann passiert, ist wie ein kleines Wunder

Doch die ist längst unterwegs. Was dann passiert, wird für das Paar immer ein kleines Wunder bleiben. Noch ehe sie die Notrufnummer 112 wählen können, ist der erste Feuerwehrmann schon vor Ort: Dirk Ludwig, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und – so will es der Zufall – Allianz Vertreter des Ehepaares. Bei ihm haben die beiden vor Jahren ihre Versicherungen abgeschlossen. Ludwig hat von Ferne das Feuer gesehen, die Kameraden alarmiert und sich selbst sofort auf den Weg gemacht. Als schließlich die Löschfahrzeuge eintreffen, ist Ludwig beim Einsatz dabei. 

Was bleibt, sind die Erinnerungen: 40 Jahre Privatleben – alles verbrannt

Doch auch in anderer Hinsicht ist Ludwig für das Ehepaar M. der Retter in der Not: Kaum dass die letzten Flammen gelöscht sind, hat er schon zwei Sachverständige der Allianz informiert. Zusammen sorgen sie dafür, dass die Hilfe für die beiden schnell in Gang kommt. Das Feuer hat verheerend gewütet: das Dach des Hauses ist zerstört, Wände und Böden verkohlt. Fast der gesamte Hausrat ist verbrannt oder durch das Löschwasser unbrauchbar geworden. Einzig die Sammlung historischer Briefe und Postkarten, die er in vielen Jahren zusammengetragen hat, kann aus dem Keller unbeschadet geborgen werden. Sonst ist alles dahin. „Mehr als 40 Jahre Privatleben – alles verbrannt oder verrußt. Wir hatten ja nicht einmal mehr eine Unterhose“, sagt Uwe M. Ein Totalschaden – zu diesem Ergebnis kommen die Sachverständigen.

Rasche und problemlose Hilfe

Für die Eheleute sind die Erinnerungen an den Brand noch sehr lebendig: „Wir denken oft daran, wie es war, durch die verbrannten Räume zu gehen –  und dann dieser Geruch nach verbranntem Holz, Plastik und Papier. Den vergisst man nie.“ Dazu die bittere Gewissheit, wie viel unwiederbringlich verloren ist: Fotos, wichtige Papiere, Tagebücher. Doch so schmerzlich der Verlust – geholfen in dieser schweren Zeit hat den Eheleuten vor allem eines: „Die rasche und problemlose Hilfe der Allianz, das ist für uns bis heute der entscheidende Punkt“, sagt Uwe M. Die Wohngebäudeversicherung und die Hausratversicherung decken nicht nur den Brandschaden an Haus und Inventar, die Allianz zahlt der Familie auch die Unterkunft in einer Ferienwohnung, bis ihr Haus wieder aufgebaut ist.

Sie haben Glück im Unglück

Der größte Teil der Grundmauern kann nach einer Sanierung wieder verwendet werden. Die Wände müssen zwar mühsam trockengelegt und der Putz abgeschlagen werden, doch nach insgesamt sieben Monaten steht der Neubau. Am 5. November 2008 ziehen Uwe und Heidi M. schließlich ein. Für die beiden eine große Befriedigung: „Dass wir das alles hier auch für unsere Kinder und Enkel wieder aufbauen und so einrichten konnten, macht uns sehr froh“, sagt Uwe M., und die beiden lächeln sich an.

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