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Edgar Braunwarth

Wie sicher fühle ich mich unterwegs? - Sechs Menschen erzählen

Und fährt man selbst noch so vorausschauend, oft bringen einen andere in Gefahr. Den Risiken zum Trotz haben viele Menschen aber keine andere Wahl, als sich täglich in den Verkehr zu stürzen. Wir haben ein paar Vielfahrer gefragt, warum sie so viel unterwegs sind - und wann sie zuletzt in einer brenzligen Lage waren.

Uwe F. (47 Jahre), Spielerberater, Köln

Gefahren durch Sekundenschlaf
An Spieltagen der Fußballbundesliga müsste der ehemalige Profi im Grunde in allen Arenen gleichzeitig sein: Kontakte knüpfen, Beziehungen pflegen, Verhandlungen führen. Früher fuhr Uwe F. im Mannschaftsbus, heute muss er selbst Gas geben. "Die Gefahren dieser Vielfahrerei sind mir bewusst", sagt der frühere Stürmer. "Sekundenschlaf ist das klassische Problem." Vor allem nachts, wenn die Konzentration nachlässt, kann auch das Überholen von Lastwagen an Baustellen zur Gefahr werden. "Deshalb muss man halt ausreichend Pausen machen."


Heike B. (48 Jahre), Betriebswirtin, Vilsheim

Wildwechsel
Ein ängstlicher Typ war Heike B. noch nie. Schon als Teenie hatte sie ein Moto-Guzzi-Poster über dem Bett hängen, und pünktlich zum 18. Geburtstag hat sie den Motorradführerschein gemacht. Das "Moped" ist für sie kein Verkehrsmittel - es macht ihr einfach Spaß. "Vor Wildwechsel habe ich schon Respekt", sagt die 48-Jährige. "Man weiß ja nie, wo was aus Wald und Wiesen kommt. Einmal ist mir ein Kitz vors Motorrad gesprungen. Wir haben`s beide überlebt - die blauen Flecken hatte ich."


Claudia H. (27 Jahre), Mediaplanerin, Berlin

Höchste Konzentration
Ein Auto braucht Claudia H. eigentlich nur noch, wenn sie ihre Familie besucht, die außerhalb wohnt. "In Berlin mache ich das meiste zu Fuß und mit dem Fahrrad oder im Winter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln." Wenn sie zu ihren Eltern rausfährt oder einen Großeinkauf macht, bucht Claudia H. ein Stundenpaket beim Carsharing. Richtige Routine beim Fahren hat die 27-Jährige nicht, zumal jedes geliehene Auto anders funktioniert. "Gerade anfangs muss man sich da richtig konzentrieren. Deshalb fahre ich, glaube ich, aufmerksamer als andere." 


Lea S. (30 Jahre), Tierärztin, Pittenhart im Chiemgau

Tierärztin mit Bleifuß
Die Patienten von Lea S. sind über den ganzen Landkreis verteilt - kalbende und kranke Kühe, Pferde mit Koliken, Schafe mit Euterentzündungen. Morgens treffen sich alle in der Praxis, dann wird besprochen, wer in welcher Reihenfolge zu welchem Hof fährt. Unterwegs kommen ständig neue Fälle dazu. Bisweilen findet die Ärztin es selbst grenzwertig, wie schnell sie von einem Hof zum anderen fährt.


Katrin W. (44 Jahre), Radiomoderatorin, München

Ein Fahrrad als Familientaxi
Den Führerschein hat Katrin W. zwar mit 18 gemacht, eine große Autofahrerin war die Moderatorin aus München aber nie. "Ich bin schon als Studentin von außerhalb in die Stadt geradelt oder auch mal fünfzig Kilometer an den Ammersee." Beim Radfahren hat die fünffache Mutter vor allem eines gelernt - dass am Ende der Stärkere recht hat. "Als Radfahrer ist man sich seiner Verletzlichkeit viel deutlicher bewusst. Es bringt ja nichts, auf sein Recht zu pochen, wenn man unter dem Auto liegt." (Lesen Sie hier mehr dazu .)


Thomas D. (39 Jahre), Automobilkaufmann, Freising

Berufspendler auf der Autobahn
Gute siebzig Kilometer fährt Thomas D. täglich zu seiner Arbeit in einem Starnberger Autohaus - und staunt immer wieder, wie aggressiv es vor allem morgens auf der Autobahn zugeht. "Da herrscht regelrecht Krieg", sagt der 39-Jährige. "Viele fahren so dicht auf, dass man ihre Stoßstange nicht mehr im Rückspiegel sieht. Da frag ich mich manchmal schon, was bei einer Vollbremsung passieren würde."


Tatort-Kommissar und Auto-Fan: Richy Müller im Interview

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