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Gelöschter Nutzer

Regress bei Tierhalterversicherungen?

Hallo liebes Allianz Team,
ich besitze ein Pferd und somit nätürlich auch eine Haftpflicht und Krankenversicherung für mein Tier. Hauptsächlich reitet meine Tochter damit, jedoch gibt es auch eine Reitbeteiligung mit der Freundin meiner Tochter. So jetzt ist es passiert: Die Freundin war beim Ausritt, das Pferd scheut aus und beschädigt das Auto eines Dritten! Klar, meine Haftpflicht bezahlt den Schaden. Somit ist der Fall für den Dritten erledigt! Jetzt das eigentliche Problem: Die Allianz erwirkt jetzt im Nachhinein Regressansprüche bei der Freundin meiner Tochter, da Sie den Schadne ja "mitverursacht hätte". Ist das rechtens so? Hätte hier die Reitbeteiligung von meiner Seite aufgeklärt werden müssen das Sie sich selbst durch eine private Haftpflicht hätte schützen sollen? Und wenn ja, schützt die private Haftpflicht überhaupt vor solchen Schäden? Vielen Dank für Ihre Antwort vorab! Die gleichen Fragen stelle ich mir auch in der Krankenversicherung fürs Pferd. Wird auch Regress genommen wenn sie Reitbeteiligung mein Pferd "schädigt" (Fußbruch, Einschläferung, etc..) ? Danke! Herbstliche Grüße!

3 Kommentare
2015-10-21T08:47:44Z
  • Allianz hilft
  • Mittwoch, 21.10.2015 um 10:47 Uhr
Liebe SteffiN,

vielen Dank für Ihre sehr interessante Frage. Da dies keine alltägliche Antwort ist, möchte ich mich für Sie einmal schlau machen.

Ich bitte Sie daher um ein wenig Geduld. Sobald ich für Sie die Antwort habe, werde ich mich über das Forum mit Ihnen in Verbindung setzen.

Liebe Grüße

Franzi
Wie hilfreich finden Sie diese Antwort?
2015-10-21T08:50:01Z
  • Mittwoch, 21.10.2015 um 10:50 Uhr
Alles klar, danke!
2015-10-21T10:38:14Z
  • Allianz hilft
Liebe SteffiN,

Toll, dass Sie solch ein schönes Hobby haben. Wie schreiben, haben Sie auch Vorsorge für den Schadensfall getroffen.

Es besteht die Möglichkeit, eine Reitbeteiligung mitzuversichern. Dies ist sowohl in der privaten Haftpflichtversicherung als auch, dies ist ganz neu, in der Pferdehaftpflichtversicherung möglich.

Bei Schäden die durch Ihr Pferd verursacht wurden, haftet grundsätzlich erst einmal der Pferdebesitzer.

Dafür haben Sie ja auch Ihre Pferdehaftpflicht abgeschlossen.

Da in Ihrem Fall die Freundin Ihrer Tochter (Reitbeteiligung) das Pferd zum Eintritt des Schadens geritten hat, ist dies so pauschal nicht zu beantworten. Wenn der verursachte Schaden auf den Reitbeteiligten zurückzuführen ist oder dieser trifft in dem Fall eine Mitschuld, greift auch Ihre Pferdehaftpflicht, sofern das Risiko in Ihrer Versicherung mitversichert ist. Das kann ich Ihnen aber an dieser Stelle nicht sagen, da ich Ihren Vertrag nicht kenne.

Ist der Schaden auf den Reitbeteiligten zurück zu führen oder trifft diesen eine Mitschuld, tritt auch hier die Privathaftpflicht des Reitbeteiligten ein, sofern das Risiko zum Reiten fremder zu privaten Zwecken genutzter Pferde mitversichert ist. Da ich auch hier nicht weiß, welche Versicherung die Reitbeteiligte hat, kann ich an dieser Stelle nicht sagen, ob es versichert ist.

Bei der sogenannten Pferdekrankenversicherung handelt es sich um eine Operationskostenversicherung. Die schützt Sie vor unvorhersehbaren Kosten, die durch eine Operation entstehen können (z.B. durch Unfälle). Dabei ist es irrelevant, ob der Unfall durch die Reitbeteiligung oder durch den Besitzer verursacht wurde.

In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen, sich mit Ihrer Vertretung in Verbindung zu setzten, um für die Zukunft bestens abgesichert zu sein.

Die Überprüfung aller Versicherungsverträge sollte mindestens einmal im Jahr die Regel sein.

Am besten Ihre Freundin fragt bei Ihrem Haftpflichtversicherer nach, ob der Vorgang versichert ist, also leitet die Regressansprüche der Allianz an ihren Versicherer weiter. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:https://www.allianz.de/recht-und-eigentum/pferdehaftpflichtversicherung/reitbeteiligung/#versicherung

Liebe Grüße

Franzi
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