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Gunter Ohrner

Allianz und soziale / gesellschaftliche Verantwortung

In Ihren FAQ habe ich leider keine weiterführenden Informationen zu meinen konkreten Fragen gefunden. (Ich finde schier schon keine passenden Kategorien / Schlagwörter, um überhaupt diese Frage sinnvoll zu taggen...)

Die Allianz wurde in den vergangenen Jahren öfter schwer wegen der Investition in unsoziale und unethische Anlagen kritisiert.

Dazu gehören Bericht, dass noch 2013 Investitionen in Hersteller geächteter Kriegswaffen wie Streubomben (international geächtet seit 2010) o.ä. erfolgte (http://www.taz.de/!5442043/).

Laut ganz aktuellen Informationen von Oxfam (2017) ist auch die Allianz weiter an Nahrungsmittelspekulationen beteiligt: https://www.oxfam.de/blog/masslose-nahrungsmittelspekulation-ohne-ende

Laut folgendem Artikel auf Spiegel schloss die Allianz das zumindest 2013 auch nicht vollständig aus:
* https://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/standpunkte/news_2013-10-14.html/
* http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/allianz-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-der-nahrungsmittelspekulationen-a-928029.html

Andere (teilweise ältere) Berichte nennen ebenfalls die Investition in Rüstungsgüterhersteller sowie Nahrungsmittelspekulationen oder fragwürdige Rohstoffinvestitionen.
* https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichten/allianz-siemens-und-deutsche-bank-investieren-weiterhin-hersteller-verbotener
* http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-12/waffenindustrie-finanzierung/seite-2
* ...

Auf der anderen Seite habe ich - aus Marketinginformationen - gelesen, dass sich die Allianz doch bewegt hätte, und in jüngerer Zeit verstärkt unmenschliche Investitionen ausschließt. Diese Aussage widerspricht aber direkt den aktuellen Berichten von TAZ und Oxfam.

Da sich auch die (EU-)Politik langsam mit diesen Fragen befasst und (zaghaft) neue Richtlinien erlässt, entsteht auch ein bißchen der Eindruck, dass sich die Allianz bei dem, was sie tut, schlicht von den rechtlichen Begebenheiten (bzw. ohnehin zu erwartenden Änderungen) vorantreiben lässt, anstatt ein Mindestmaß an ethischen Grundsätzen - die einer betriebswirtschaftlichen Optimierung entgegen sicherlich die Rendite schmälern würden - aus Überzeugung zu implementieren.

Meine Frage ist - wie sind die aktuellen Fakten?

Wie ernst nimmt die Allianz solche Themen?

Was unterscheidet sich aktuell bei der Investitionsstrategie der Allianz von der in den Berichten geschilderten Situation, und seit wann?

Was ist die Stellungnahme zu den aktuellen Berichten von TAZ und Oxfam?

Und nicht zuletzt, wie sieht sich die Allianz im Vergleich zu ihren Wettbewerbern, die teilweise auch anfangen, ethische Grundsätze und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein in ihr Handeln zu integrieren - vermutlich im Regelfall getrieben aus der gleichen Motivation wie die Allianz und nicht aus Altruismus, aber immerhin?

Mit freundlichen Grüßen,

Gunter Ohrner
Richtige Antwort
2018-03-16T15:41:25Z
  • Freitag, 16.03.2018 um 16:41 Uhr
Hallo potenziellerAllianzKunde,

entschuldigen Sie bitte die etwas verzögerte Antwort.

Wir haben eben mit unserer Kollegin Anja Rechenberg, zuständig für Corporate Responsibility, zu Ihrer erneuten Anfrage gesprochen. Um Ihre Fragen abschließend zu beantworten, macht ein persönlicher Austausch erfahrungsgemäß am meisten Sinn. Weil wir uns vor einem öffentlichen Dialog nicht scheuen, würden wir die Erkenntnisse aus dem Telefonat für alle andere Mitleser auch noch hier im Forum veröffentlichen.

Die Kontaktdaten unserer Kollegin finden Sie hier: https://www.allianz.com/de/presse/presse_service/pressekontakte/

Beste Grüße
Sebastian
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7 weitere Kommentare
2018-03-08T11:34:47Z
  • Donnerstag, 08.03.2018 um 12:34 Uhr
Hallo Gunther Ohrner,

vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht.

Um auf Ihre Fragen eingehen zu können, werde ich mich mit meinen Kollegen und Kolleginnen aus der Unternehmenskommunikation in Verbindung setzen. Sobald mir die Rückmeldung vorliegt, melde ich mich hier im Forum wieder zurück.

Bis dahin, wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Viele Grüße

Franziska
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2018-03-08T16:44:37Z
  • Donnerstag, 08.03.2018 um 17:44 Uhr
Sehr geehrter Herr Ohrner,

vielen Dank für Ihre berechtigten und wichtigen Fragen. Wir können Ihre Sorge nachvollziehen und erläutern gern unsere Geschäftspraktiken.

Ihre Wahrnehmung ist richtig: Die Allianz Gruppe hat seit 2014/2015 deutliche Fortschritte hinsichtlich nachhaltiger Geschäftspraktiken in der Versicherung und in der Anlage gemacht. Wir haben verschiedene, für die gesamte Allianz Gruppe weltweit verpflichtende Richtlinien zu verantwortungsvollen Geschäftspraktiken aufgelegt, engagieren uns in Nachhaltigkeitsverbänden der Finanzindustrie zur Schaffung von verbindlichen Nachhaltigkeits-Standards und stehen mit kritischen NGOs wie urgewald oder PAX in engem Austausch.

Unser sogenanntes „Environmental-Social-Governance-Framework“ ist eine verbindliche Richtlinie für alle unsere weltweiten Einheiten: https://www.allianz.com/v_1506687885000/media/responsibility/documents/Allianz_ESG_Integration_Framework.pdf
Hier ist der Umgang mit 13 kontroversen Branchen definiert, darunter Nahrungsmittelspekulation, Nuklearenergie und kontroverse Waffen.

Unser Ansatz zu kontroversen Waffen ist wie folgt:

• Die Versicherungskunden der Allianz Deutschland können sicher sein, dass ihre Prämien nicht in Unternehmen investiert sind, in irgendeiner Weise an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. ABC-Waffen sind, ebenso wie Streubomben, explizit ausgeschlossen.
• Im Versicherungsbereich weltweit investieren wir ebenfalls nicht in kontroverse Waffen, das heißt biologische und chemische Waffen, Streumunition, Antipersonenminen. Wir beachten internationale Konventionen, wie die Osloer Konvention.
• Neben der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen wenden wir für alle anderen Assets einen risikobasierten – und keinen wertebasierten - ESG-Ansatz für die Anlage der Versichertengelder und Drittgelder an. Als globales Unternehmen tragen wir so den diversen rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschäftsumfeldern und Vorlieben der Kunden Rechnung.
• Unsere Asset Manager AGI und PIMCO legen die Beträge unserer „Drittkunden“ entsprechend deren individueller Risikovorgaben und Wertvorstellungen, sowie den lokalen regulatorischen Anforderungen an. Die Anlage der Kundengelder in Unternehmen der Rüstungsindustrie erfolgt in der Regel nicht gezielt, ist jedoch bei den häufig gewünschten Indexinvestments aufgrund der Zugehörigkeit dieser Unternehmen zu maßgeblichen Indices wie Dow Jones, S&P500, FT.SE100, STOXX nicht auszuschließen.
• Für viele unserer institutionellen Kunden bieten wir seit vielen Jahren wertebasierte Anlagestrategien an, bei denen die sogenannten „sin stocks“ (Unternehmen der Waffen, - ***- oder Tabakindustrie) gezielt ausgeschlossen werden.
Nahrungsmittelspekulationen schließen wir offiziell seit 2014 ebenfalls vollständig aus. Der Bericht von oxfam entspricht nicht den Tatsachen.

Zum Hintergrund unseres Ansatzes:
Als internationales Unternehmen mit Präsenz in 70 Ländern versuchen wir in erster Linie, unsere Kunden zufrieden zu stellen und die uns anvertrauten Gelder stabil und ertragsstark anzulegen. Dabei bewegen wir uns in höchst unterschiedlichen politischen und sozialen Märkten, in denen teils gegensätzliche Wertvorstellungen herrschen. Ein Beispiel: In Deutschland lehnt die Mehrheit der Bevölkerung Atomstrom ab, in Frankreich gilt es als klimafreundliche Energiequelle.
Diese diversen Umfelder führen zwangsläufig zu Zielkonflikten, für die es immer nur eine graduelle und auch volatile Lösung geben kann. Atomstrom ist klimafreundlich, birgt jedoch hohe Gesundheitsrisiken im Ernstfall - siehe Fukushima. Was wäre hier eine richtige oder falsche Entscheidung für ein internationales Setting? Die ESG-Entscheidungen von Unternehmen müssen sich an verlässlichen, festen und transparenten Kriterien ausrichten und sollten nicht auf individuellen Wertvorstellungen einzelner Personen oder Regionen beruhen.

Daher verfolgen wir unseren sogenannten „ESG-Ansatz“, der Anlagen auf Basis eines detaillierten ESG Ratings hin prüft und einzelne Sektoren nicht ausschließt. Wir sind überzeugt, dass dies ein guter Kompromiss ist. Das heißt aber nicht, dass wir stehenbleiben. Über kritische Nachfragen von Kunden wie Ihnen und die Arbeit von NGOs haben Unternehmen die Chance, soziale Veränderungen aufzunehmen und Geschäftsprozesse anzupassen.

Wir bitten Sie daher auch um etwas Geduld, wir sind auf dem Weg dazu, ein immer verantwortungsvolleres Unternehmen zu werden.

Beste Grüße
Conny

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2018-03-08T19:43:05Z
  • Donnerstag, 08.03.2018 um 20:43 Uhr

Vielen Dank für ihre ausführliche Stellungnahme.


Der ESG-Ansatz an sich ist sicherlich ein (wichtiger) Schritt in die richtige Richtung, wobei für mich noch nicht deutlich wird, wie weit er in der Praxis wirklich schon wirkt. (Weiter unten habe ich dazu noch einige konkrete Fragen.)


Vorab: Ich verstehe durchaus, dass sich solche Richtlinien nicht von heute auf morgen einführen lassen, und schon gar nicht beliebig strikt. Mich interessiert dennoch, wohin die Reise geht / gehen soll.


Bitte erläutern Sie mir auch noch, was unter einem "risikobasierten – und keinen wertebasierten – ESG-Ansatz" zu verstehen ist - darunter kann ich mir auf Anhieb nicht wirklich etwas vorstellen.


Vor allem bei der ethischen und moralischen Einschätzung bestimmter Sachverhalte gibt es sicherlich sehr unterschiedliche Sichtweisen, wobei ich überzeugt bin, dass es viele Fälle auch recht universell bewertet werden können bzw. sollten.


Beim Ihrem Beispielthema Atomstrom kann man definitiv umfangreich über die (Nicht-)Konsequenzen diskutieren, was ja auch in großem Maßstab und sehr kontrovers gemacht wird. Hier erwarte ich gar nicht, dass Sie als Unternehmen den Weltrichter spielen.


Das sieht bei Fällen wie beispielsweise Atomwaffen meiner Einschätzung nach aber anders aus, hier ist die Bewertung wesentlich eindeutiger.


Die Rohstoffförderung für beide Fälle ist definitiv ebenfalls ein heißes Eisen, bei der es um Menschenrechte und -würde sowie die Gesundheit "kleiner Leute" geht (Stichwort Konflikmineralien und -trohstoffe, https://de.wikipedia.org/wiki/Konfliktrohstoff).


In solchen Fällen ist die individuelle Bewertung selbstverständlich auch relativ. Gäbe es nicht genügend Individuen und Interessengruppen, die von entsprechenden Situationen und Begebenheiten profitieren und diese fördern würden, gäbe es auch keine Probleme damit. Das gilt genauso für beliebige andere hochproblematische Themen wie - allgemeiner - Menschenrechte oder - spezifischer - z.B. Frauenrechte in bestimmten Regionen und Ländern.


Global wird man es niemals allen möglichen Kunden und Geschäftspartnern Recht machen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade Geschäftspartner, die in erster Linie auf Ertrag und Rendite schauen, aus betriebswirtschaftlicher Sicht im Schnitt zunächst eine interessantere Zielgruppe sind, als mögliche Geschäftspartner, die sehr strenge Kriterien an andere Aspekte der getätigten Geschäfte anlegen.


Eine durchaus verbreitete Einschätzung ist, dass diese Bewertung bei der Betrachtung des Gesamtbildes und auf lange Sicht in vielen Fällen deutlich abweichend ausfallen würde.


Schlussendlich positioniert man sich hier durch sein eigenes Verhalten zwangsläufig und muss sich fragen lassen, ob diese Positionierung maßgeblich durch wirtschaftliche Kriterien getrieben sein sollte, und wo man Grenzen setzt.


Dass die Allianz derartige Grenzen überhaupt schonmal eingeführt hat, halte ich für einen guten Schritt. Mit dem, was ich dem "Allianz ESG Integration Framework" bisher entnehmen konnte, kann ich für mich aber noch nicht wirklich einschätzen, wie weitreichend der Effekt dieser Maßnahmen bisher ist. Das Dokument ist in jedem Fall in der Hinsicht klar, dass der Antrieb - wenig überraschend - für die Einführung der Richtlinien nicht aus Idealismus erfolgt, sondern eine langfristig gute wirtschaftliche Performance der Investitionen sichern soll (z.B. Abschnitt 3.6.1 "Motivation and Background", S. 32). Davon ist ein wichtiger, ebenfalls im Dokument aufgeführter Baustein, z.B. Rufschäden von Geschäftspartnern und der Allianz abzuwenden (z.B. Abschnitte 3.4.x oder 3.6.2.2).


Ein - wohl nicht ganz unberechtigtes - Misstrauen, dass hier "Weißwaschung aus Marketinggründen" betrieben wird, werde sicherlich nicht nur ich haben. Daher noch ein paar konkrete Fragen, die mir eine bessere Einschätzung ermöglichen sollen, wie gut man mit einem Investment in Allianzprodukten schlafen kann.


Möglicherweise habe ich das Dokument noch nicht ausreichend detailliert gelesen, aber für mich wird z.B. noch nicht ganz klar, für welche Teile des Allianzkonzerns diese Regelungen jetzt verpflichtend sind, und welche ausgenommen sind. Beispielsweise erläutert ebenfalls Abschnitt 3.6.1 "Motivation and Background", dass diese Regelungen für die Allianz in Österreich nicht gelten, die eigene Regelungen hat (Fußnote 18, Seite 33).


Welches sind also die genannten "in-scope Allianz proprietary portfolios globally", für welche die Regelungen seit Ende 2017 laut diesem Abschnitt gelten? Gibt es eine Einschluss- oder Ausschlussliste mit den jeweiligen Allianz-Subunternehmen?


Soweit ich Abschnitte 4.5 und 4.6 sowie Ihre Antwort im Forum verstehe, gelten die ESG-Richtlinien in dieser Form auch nicht für AllianzGI und PIMCO. Korrekt? Gelten wenigstens die harten Ausschlusslisten (Exclusions Policies, Kapitel 3.7) für diese Unternehmen?


Dass sich die Exclusion Policies nicht für indexbasierte Investitionen umsetzen lassen, solange die Indizes entsprechende Unternehmen beinhalten, verstehe ich, hier müsste auf einen Ausschluss der entsprechenden Unternehmen aus solchen Aktien- und Wirtschaftsindices hingearbeitet werden - einen Prozess, den die Allianz sicherlich mit unterstützen könnte, aber nicht im Alleingang durchsetzen kann.


Wenn ich Abschnitt 3.6.2.2 "Setting the ESG threshold" richtig verstehe, wird das MSCI-ESG-Rating zugrunde gelegt und alle Investmentmöglichkeiten und Geschäftspartner in 5 Regionen ("Europe, North

America, Asia-Pacific and Emerging Markets") aufgeteilt.


Alle bewerteten Investmentmöglichkeiten und Geschäftspartner werden dann pro Region nach ihrem ESG-Rating sortiert und die 10% schlechtesten werden markiert.


Nur die 10% "Schlechtesten" auszuschließen, klingt erstmal nicht nach einem besonders strengen Kriterium. Da das Ganze noch nach Regionen gruppiert wird, sind bei Unternehmen an der entsprechende Schwelle für Regionen wie Schwellenlänger (Emerging Markets) und Südostasien (Asia-Pacific) vermutlich auch nach eher objektive(re)n Kriterien wie den Richtlinien und Definitionen der UN noch sehr zweifelhafte Praktiken gängig... Ich lasse mich hier gerne korrigieren, falls meine Schlüsse falsch liegen.


Darüber hinaus gilt für diese "schlechtesten 10%" kein harter Ausschluss, sondern in begründeten Fällen sind hier Investitionen weiterhin erlaubt und möglich. Was mir aus dem Text nicht klar wird, ist, inwieweit da auch für Neuinvestitionen gilt. Abschnitt 3.6.2.3 "Operationalizing the ESG Scoring Process" spricht nur von einem "comply-or-explain clause" in solchen Fällen für Vermögensverwalter, die bereits entsprechende Investitionen halten. Gilt die genannte Ausnahmeregelung auch für Neuinvestitionen, oder nur für Bestandsinvestitionen, und ist das irgendwo noch genauer erläutert?


Gibt es öffentliche Listen der ESG-Bewertung, gruppiert nach den entsprechenden Regionen bzw. mit der effektiven 10-Perzentil-Markierung der Allianz, um nachvollziehbar zu machen, welche Investments in welcher Region durch die Allianz in Frage kommen, und welche nicht?


Bei MSCI habe ich auf Anhieb keine ESG-Bewertungsdatenbank gefunden, und die Regionsaufteilung nach den Kriterien der Allianz wird dort vermutlich gar nicht verfügbar sein. Oder wird diese Regionszuordnung auch bereits durch MSCI durchgeführt und nicht durch die Allianz?


Ich verstehe, dass die Richtlinien gerade erst (Ende 2017) überhaupt weltweit (mit Einschränkung, siehe auch meine Frage oben) umgesetzt wurden und es Zeit braucht, bis sich die Auswirkungen zeigen und das Ganze etwas eingespielt ist. Mich interessiert trotzdem, ob es bereits Pläne oder Bestrebungen gibt, das 10-Perzentil als Schwellwert für eine Markierung unerwünschter Investitionsmöglichkeiten anzuheben, und wenn ja, in welchem Umfang und Zeitrahmen?


Die Exclusions Policies (Kapitel 3.7) sind ein guter Ansatz. Hier interessiert mich im Besonderen, ob es Pläne gibt, beispielsweise auch an der Produktion von Atomwaffen beteiligte Unternehmen auf die Ausschlussliste zu setzen.


Was mich etwas überrascht ist, dass die Exclusions Policies keine expliziten, harten Ausschlüsse für Menschenrechtsverletzungen jeglicher Art definieren. Diese fließen somit lediglich in das kombinierte ESG-Rating zur Bildung des regionsspezifischen 10-Perzentils ein.


Gibt es hier Bestrebungen, harte Mindestkriterien an die Einhaltung von Menschenrechten in irgendeiner Form zukünftig mit zu berücksichtigen?

2018-03-13T19:18:03Z
  • Dienstag, 13.03.2018 um 20:18 Uhr
Es wäre schön, wenn es hier noch eine Stellungnahme geben würde - das waren auch meine letzten Fragen zu dem Themenkomplex.
Richtige Antwort
2018-03-16T15:41:25Z
  • Freitag, 16.03.2018 um 16:41 Uhr
Hallo potenziellerAllianzKunde,

entschuldigen Sie bitte die etwas verzögerte Antwort.

Wir haben eben mit unserer Kollegin Anja Rechenberg, zuständig für Corporate Responsibility, zu Ihrer erneuten Anfrage gesprochen. Um Ihre Fragen abschließend zu beantworten, macht ein persönlicher Austausch erfahrungsgemäß am meisten Sinn. Weil wir uns vor einem öffentlichen Dialog nicht scheuen, würden wir die Erkenntnisse aus dem Telefonat für alle andere Mitleser auch noch hier im Forum veröffentlichen.

Die Kontaktdaten unserer Kollegin finden Sie hier: https://www.allianz.com/de/presse/presse_service/pressekontakte/

Beste Grüße
Sebastian
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2018-03-19T10:02:44Z
  • Montag, 19.03.2018 um 11:02 Uhr
Hallo Sebastian,

die für Frau Rechenberg auf dieser Seite genannte Nummer (089 3800 4511) ist leider nicht korrekt.

Ich habe sowohl per Mobilfunk als auch per Festnetz versucht, anzurufen, beide Male nur mit Fehlertext bzw. -signal, dass die Nummer nicht vergeben sei.

Ich gehe von einem Tippfehler auf Ihrer Webseite aus, weiß jetzt aber nicht, wie ich Frau Rechenberg erreichen kann / soll.
2018-03-19T10:26:40Z
  • Montag, 19.03.2018 um 11:26 Uhr
Hallo potentiellerAllianzKunde,

ich habe soeben mit Frau Rechenberg gesprochen.

Sie hat mir mitgeteilt, dass Sie mit ihr bereits im Kontakt stehen. Frau Rechenberg wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Liebe Grüße

Sven
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2018-03-19T10:45:23Z
  • Montag, 19.03.2018 um 11:45 Uhr
Die Nummer von Frau Rechenberg ist jetzt wieder erreichbar. (Auch, wenn ich einfach Wahlwiederholung drücke. Ging vorhin tatsächlich nicht, weder mobil über O2 noch über einen anderen Anbieter per Festnetz. Vielleicht ein technisches Problem in einem Transportnetz.) Ich stehe mit Frau Rechenberg in Kontakt.

Dateianhänge
    😄