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René_

Pflegekosten: Zahlen Kinder für ihre Eltern?

Pflege ist teuer. Und wenn ein pflegebedürftiger Mensch an seine finanziellen Grenzen stößt, müssen die eigenen Kinder dafür aufkommen. Das passiert leider sehr häufig, denn immer noch sorgen viel zu wenige Menschen für den Pflegefall vor. Ein Fehler, aus dem leider nur die jeweils nächste Generation lernen kann.

Die Lebenserwartung steigt jährlich – und mit ihr unsere Erwartungen an das Leben. Wir möchten fit und gesund sein bis ins hohe Alter und dabei möglichst unabhängig,  auch finanziell. Aber leider wächst mit dem Lebensalter auch das Risiko, irgendwann einmal pflegebedürftig zu werden. Und dann kommt man schnell an seine finanziellen Grenzen. Nicht selten erleben das die Betroffenen wie ein doppelt böses Erwachen.

Zuerst müssen Einkommen und Vermögen eingesetzt werden

Ein Pflegeheim oder ein Platz in einer betreuten Demenz-WG kostet meist 3.000 EUR oder mehr pro Monat - Tendenz steigend. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Bruchteil davon ab, minimal 235 EUR und maximal 1.550 EUR. Kann ein Pflegebedürftiger die Kosten nicht selbst aufbringen, weil sein Einkommen wie zum Beispiel Rente und Kapitalerträge sowie sein Vermögen zu gering sind bzw. er keine oder keine ausreichende private Pflegeversicherung hat, prüft das Sozialamt u. a. ob der Betroffene in den vergangenen zehn Jahren größere Vermögenswerte verschenkt hat. Diese kann das Sozialamt des Betroffenen zurückfordern, da Sozialhilfe nur nachrangig gewährt wird.

Dann kommen die Kinder

Sind alle Vermögenswerte aufgebraucht, kann sich das Heim an das Sozialamt wenden. Der Pflegebedürftige muss dann einen Antrag auf staatliche Bezuschussung des Heimplatzes stellen. Damit setzt ein Mechanismus ein, dessen Konsequenzen vielen erst zu spät bewusst wird: Das Sozialamt kann unter bestimmten Voraussetzungen die Kinder bzw. Verwandte in gerader Linie zu Unterhalt für den Pflegebedürftigen verpflichten. Das sind die Ehepartner, Kinder, Enkel und Großeltern. Nicht verpflichtet sind die Geschwister, Stiefkinder, Onkel und Tanten.

 

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