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nina.rexin.1

Hoffentlich Allianz versichert??

Liebe Allianz, ich bin mit ihrer Gesellschaft groß geworden. Mein Vater war viele Jahre Allianz-Vertreter. Mit ihrem Leitsatz "hoffentlich Allianz versichert" bin ich aufgewachsen. Umso erschütterter war ich, als ich gelesen habe, dass die Allianz an den Sana-Kliniken beteiligt ist. Ich weiß nicht, ob ihnen bewusst ist, dass die Sana hier oben im Norden die Gesundheit von Mutter und Kind aufs Spiel setzt? Die Sana will zum 1.8.14 die Geburtshilfe in Oldenburg in Holstein schließen, obwohl es bisher kein vernünftiges Rettungskonzept gibt. Es entstehen Anfahrtswege von 80 km. Die nächste Klinik ist teilweise über eine Stunde entfernt. Das ist viel zu weit, um im Notfall reagieren zu können. Rettungsassistenten können selbst durch die geplanten Schulungen nicht eine Hebamme mit ihrer Berufserfahrung ersetzen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann etwas passiert. Es haben verschiedene Spezialisten geäußert, dass Anfahrtswege von mehr als 30 Minuten nicht tragbar sind, und doch will die Sana schließen. Es gibt noch viele viele Punkte aus dem Konzept, die nicht zu Ende gedacht wurden. Ich weiß, dass sie als Anteilseigner nicht direkt auf die Geschäftsführung einwirken können, aber dennoch können sie Druck ausüben, damit es hier in Ostholstein nicht zur Unterversorgung kommt.

Ich würde mir wünschen, dass sie tätig werden und die Sana NICHT unterstützen. Denn auch Ihr Name wird damit in Verbindung gebracht werden.

Ich möchte auch weiterhin sagen können: Hoffentlich Allianz versichert!!

Richtige Antwort
2014-07-10T13:34:05Z
  • Donnerstag, 10.07.2014 um 15:34 Uhr
Liebe Nina Rexin,

es tut mir persönlich weh zu lesen, dass Sie enttäuscht sind. Auch und gerade mit Ihrer engen Bindung an die Allianz - und den Fragen die Sie aufwerfen.

Wie Sie richtig festgellt haben, gehört die Allianz Private Krankenversicherung dem Aktionärskreis der Sana Kliniken AG an und hält knapp 14% der Anteile. Außerdem ist die APKV im Aufsichtsrat der Sana Kliniken AG vertreten.

Das bedeutet nicht, dass die APKV vollständigen Einfluß auf die unternehmerischen Entscheidungen der Sana Kliniken nehmen kann, dies ist sogar gesetzlich geregelt.

Das Aktiengesetz sieht für deutsche Aktiengesellschaften zwingend eine strikte Trennung von Unternehmensführung und Kontrolle der Unternehmensführung vor, wobei für die Unternehmensführung allein der Vorstand des jeweiligen Unternehmens zuständig ist.

In diesem Sinne darf die APKV der Sana AG keine Anweisungen erteilen, die in die Geschäftsbefugnisse des Vorstands eingreifen – und zu diesen gehören u.a. auch unternehmerische Entscheidungen wie im konkreten Fall.

Wir wissen, dass diese Antwort nicht die Antwort ist, die Sie von uns erwartet haben. Dennoch hoffen wir, dass wir den Sachverhalt für Sie aus unserer Perspektive nachvollziehbar gemacht haben und Sie unsere Haltung akzeptieren können.

Unabhängig davon leite ich Ihr persönliches Schreiben an die zuständigen Kollegen weiter, damit diese wissen, wie "oben im Norden" über die Schließung gedacht wird. Dies tue ich gerne für Sie.

Last but not least, möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie uns Ihre ehrliche Meinung mitgeteilt haben.

Mit freundlichen Grüßen,
René
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