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Gelöschter Nutzer

Artikel (7 Seiten) im Spiegel 30/18.7.15 "versichert und verraten"

Mit Erschrecken habe ich den aus meiner Sicht gut recherchierten Bericht gelesen. Ich frage mich nun (auch im Namen all meiner Bekannten), ob es wirklich stimmen kann, dass die Anwaltskanzlei BLD die Hauskanzlei der Allianzversicherung ist und diese zugleich zusammen mit Richtern einflussreiche Kommentare zu Gesetzen verfasst usw.? Wenn diese beschriebene Verquickung zwischen all den Parteien der Wahrheit entspricht, ist das ein Skandal und hat mit Neutralität nichts mehr zu tun. Die armen Menschen, die ohne Kenntnis davon mit Ihnen als Versicherungsnehmer Verträge haben. Kann man unter diesen ominösen Umständen evtl. mit Ihnen abgeschlossene Versicherungen rückwirkend wegen arglistiger Täuschung auflösen?

Richtige Antwort
2015-07-24T13:32:32Z
  • Allianz hilft
  • Freitag, 24.07.2015 um 15:32 Uhr
Hallo Melike1,

der bei Ihnen anscheinend entstandene Eindruck, die Kanzlei BLD wäre - wie Sie schreiben - unsere „Hauskanzlei“, ist aufgrund der reißerischen und an diversen Stellen irreführenden Darstellung des Spiegel zwar nachvollziehbar, aber nicht zutreffend.
Die Allianz beauftragt bundesweit rund 150 verschiedene Rechtsanwaltskanzleien, keine exklusiv. Diese unterstützen uns bei der anwaltschaftlichen Vertretung in Gerichtsprozessen, bei der Beschaffung von polizeilichen Ermittlungsakten sowie Schulungen/Beratungen in Rechtsfragen für unsere Sachbearbeiter. Dieses Vorgehen ist nicht nur in der Versicherungsbranche üblich.

Die im Spiegel angesprochene Kommentierung zu Gesetzen und Urteilen durch Fachjuristen, zumeist in Fachzeitschriften, ist legitim und in Deutschland branchenübergreifend gängige Praxis.
Sie dient dem offenen fachlichen Austausch. Die Unabhängigkeit der Justiz wird durch diese Praxis nicht beeinflusst, ebenso nicht durch Fachveranstaltungen, bei denen die verschiedenen Parteien aktuelle Rechtsthemen diskutieren.


Mit freundlichen Grüßen
Daniel
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7 Kommentare
2015-07-22T15:46:11Z
  • Allianz hilft
  • Mittwoch, 22.07.2015 um 17:46 Uhr
Hallo melike1,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Leider kann ich Ihnen Ad-hoc keine Antwort darauf geben.
Daher habe Ihre Anfrage direkt an meine Kollegen weitergeleitet und melde mich umgehend bei Ihnen, sobald mir eine Antwort vorliegt.

Ich bitte Sie um etwas Geduld.

Beste Grüße
Sebastian
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2015-07-22T15:58:42Z
  • Mittwoch, 22.07.2015 um 17:58 Uhr
Hallo,

hier die Stellungnahme der Allianz. Schön wie der Spiegel sich immer alles so zurecht legt wie er es gerade braucht damit sein Blatt gekauft wird!



(Quelle: Allianz)

Stellungnahme der Allianz zum "Spiegel"-Titel

Text: Allianz Deutschland AG


Das Magazin "Der Spiegel" schreibt in der Titelgeschichte seiner aktuellen Ausgabe sinngemäß, dass die deutschen Versicherer die Unterstützung von in Not geratenen Personen gezielt verzögern, verschleppen und verweigern würden. Die Allianz Deutschland nimmt wie folgt Stellung.


Das Magazin "Der Spiegel" ist am vergangenen Samstag mit der Titelgeschichte "Versichert und verraten – was Allianz, R&V und Co. alles tun, um nichts leisten zu müssen" erschienen. Die Autoren schreiben sinngemäß, dass die deutschen Versicherer die Unterstützung von in Not geratenen Personen gezielt verzögern, verschleppen und verweigern würden. Dazu nimmt die Allianz Deutschland wie folgt Stellung:

"Wir weisen den Vorwurf, bei Schadenregulierungen systematisch zu bremsen, entschieden zurück. Eine rasche und faire Bearbeitung jeden Schadenfalls liegt sowohl im Interesse unserer Kunden als auch im Interesse der Allianz. Wir regulieren jedes Jahr rund drei Millionen Schadenfälle und zahlen dafür jährlich etwa 6 Mrd. Euro aus. Nur in wenigen Einzelfällen kommt es zu längeren Klärungsprozessen. Der Spiegel unterstellt, dass diese Ausnahmen die Regel seien – das ist unredlich und falsch", sagt Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG.

Die Allianz wird im "Spiegel" mit zwei konkreten Fällen erwähnt. Zum einen mit dem Fall Bernert, der vor einem Jahr mit einem BGH-Urteil endete. Die Mutter eines behindert geborenen Sohnes hatte den Bundesgerichtshof angerufen, nachdem sie ein Vergleichsangebot der Allianz und der Versicherungskammer Bayern über 1,8 Millionen Euro abgelehnt hatte. Der Spiegel behauptet, laut Gutachtern seien Behandlungsfehler des Arztes und der Hebamme für die Behinderung verantwortlich gewesen. Der Spiegel erwähnt nicht, dass der BGH, wie auch zuvor das Oberlandesgericht, dies anders beurteilte und zugunsten der Versicherer entschied.

Der zweite Fall betrifft Herrn Jens Urban, der bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. In dem Prozessverfahren ging es um die Frage, inwieweit seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Unfall verursacht wurden oder bereits vorher bestanden. Mitte Juni hat Herr Urban über seinen Rechtsanwalt bei uns angefragt, ob ein Vergleich möglich wäre. Wir haben dem zugestimmt und uns am 25. Juni 2015 mit Herrn Urban einvernehmlich geeinigt.

Der "Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft" (GDV) hat die Vorwürfe des "Spiegels" ebenfalls zurückgewiesen.
2015-07-22T16:07:51Z
  • Mittwoch, 22.07.2015 um 18:07 Uhr
Sie haben meine Frage leider nur mit allgemeinen Floskeln beantwortet. Das hilft mir als
kritischer Versicherungsnehmer nicht weiter, ob ich nun meine Versicherungspolicen behalten
möchte oder nicht. Es geht mir nicht um die von Ihnen beschriebenen Einzelfälle, sondern darum,
ob die unten beschriebene Verquickung existiert oder nicht.

Zitat aus dem Versicherungsboten:
„Verquickung zwischen Justiz und Versicherungen“
Das sei „nicht die einzige Verquickung zwischen Justiz und Versicherungen“. „Nahezu im Wochentakt“ säßen „Heerscharen von Sachbearbeitern und Rechtsanwälten der BLD in Fortbildungen und Praktikerseminaren“. Auch hier träten als Referenten „hochrangige Richter auf“.

Gibt es diese Seminare oder nicht?
Wenn ja, ist das ein großer Skandal und dann ziehe ich meine Konsequenzen.
2015-07-23T17:07:27Z
  • Donnerstag, 23.07.2015 um 19:07 Uhr
Nach ein wenig Stöbern hier im Forum muss ich sagen, dass mich diese Frage auch interessieren würde. Es ist für mich sehr verstörend, außer einer Werbeaussendung hier keine Antwort auf die Frage zu finden. Bezahlt die Allianz von den Beiträgen ihrer Kunden tatsächlich 120 Anwälte und *Landschaftspflege* für Richter, um damit im Zweifelsfall gegen genau diese Kunden rechtlich vorzugehen ?? Das wäre mehr als skandalös !
Ich bedanke mich für Ihre Antwort
2015-07-24T06:24:25Z
  • Freitag, 24.07.2015 um 08:24 Uhr
Guten Morgen JosefS,

danke für Ihr Interesse an unserem Forum und dem benannten Artikel.

Wie mein Kollege Sebastian bereits melike1 antwortete, stehen uns leider nicht alle Informationen zur Verfügung. Ihre Anfrage haben wir an unsere zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet. Sobald wir eine Antwort erhalten haben, melden wir uns sofort im Forum.

Lieben Dank für Ihr Verständnis.

Liebe Grüße
Ines
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Richtige Antwort
2015-07-24T13:32:32Z
  • Allianz hilft
  • Freitag, 24.07.2015 um 15:32 Uhr
Hallo Melike1,

der bei Ihnen anscheinend entstandene Eindruck, die Kanzlei BLD wäre - wie Sie schreiben - unsere „Hauskanzlei“, ist aufgrund der reißerischen und an diversen Stellen irreführenden Darstellung des Spiegel zwar nachvollziehbar, aber nicht zutreffend.
Die Allianz beauftragt bundesweit rund 150 verschiedene Rechtsanwaltskanzleien, keine exklusiv. Diese unterstützen uns bei der anwaltschaftlichen Vertretung in Gerichtsprozessen, bei der Beschaffung von polizeilichen Ermittlungsakten sowie Schulungen/Beratungen in Rechtsfragen für unsere Sachbearbeiter. Dieses Vorgehen ist nicht nur in der Versicherungsbranche üblich.

Die im Spiegel angesprochene Kommentierung zu Gesetzen und Urteilen durch Fachjuristen, zumeist in Fachzeitschriften, ist legitim und in Deutschland branchenübergreifend gängige Praxis.
Sie dient dem offenen fachlichen Austausch. Die Unabhängigkeit der Justiz wird durch diese Praxis nicht beeinflusst, ebenso nicht durch Fachveranstaltungen, bei denen die verschiedenen Parteien aktuelle Rechtsthemen diskutieren.


Mit freundlichen Grüßen
Daniel
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2015-07-24T17:24:02Z
  • Allianz hilft
  • Freitag, 24.07.2015 um 19:24 Uhr
Hallo JosefS,

da Sie sich an den Beitrag angeschlossen haben, hoffe ich, dass die Antwort von Daniel auch für Sie zutrifft.

Sollten noch Fragen offen sein, melden Sie sich einfach wieder hier im Forum.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Conny
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