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juolhm

Lebensversicherung Besteuerung

Hallo zusammen,

 

für folgendes Szenario interessiert mich die Besteuerung:

Mann als Versicherungsnehmer schließt eine Risikolebensversicherung mit seiner Frau als versicherte Person ab. Bezugsberechtigt ist im Falles des Todes der Frau der Ehemann. Kommt es zum Leistungsfall (Frau stirbt) fällt meines Wissens keine Erbschaftssteuer an.

 

Wie sieht es nun in folgender Konstellation aus?

Der Mann stirbt zuerst. Als Versicherungsnehmer ist für diesen Fall seine Schwester definiert. Das Bezugsrecht soll in diesem Fall auf seine Tochter übergehen. Wie sieht nun die Steuerthematik im Leistungsfall (Frau stirbt) aus (Versicherungsnehmer = Schwester, vers. Person = Ehefrau, Bezugsrecht = Tochter)?

Wie könnte man dies optimieren (leider ist es bei der gewählten Versicherung nicht möglich, die Frau als Versicherungsnehmer als Nachfolge des Mannes - aufgrund von Einschränkungen durch die ausl. Staatsbürgerschaft der Frau bei der Allianz- zu definieren).

 

Danke für eure Einschätzung! 

Richtige Antwort
2021-08-05T14:19:29Z
  • Donnerstag, 05.08.2021 um 16:19 Uhr
  • zuletzt editiert von Ines.

Hallo juolhm, 


Sie beschäftigen sich mit einem interessanten und komplexen Sachverhalt, bei dem ich Ihnen gerne weiterhelfen möchte. 


Was gilt generell bei Auszahlungen in einem Leistungsfall?


Zahlen wir bei einem Leistungsfall an den Versicherungsnehmer (VN) die Leistung aus, senden wir keine Mitteilung an das zuständige Finanzamt. Sollte somit der Leistungsfall eintreten, dass Ihre Frau vor Ihnen verstirbt, ist diese Konstellation (Ehemann ist der VN; Ehefrau ist die VP; Auszahlung an Ehemann) gegeben.


Eine Mitteilung an das Finanzamt muss lediglich dann erstellt werden, wenn die Auszahlung einer Leistung nicht an den Versicherungsnehmer selbst ausgezahlt wird. 


Wie sieht es nun in Ihrer genannten Fallkonstellation aus?


Sollte der Ehemann als Versicherungsnehmer versterben, tritt noch kein Leistungsfall ein, da das Leben der Ehefrau als versicherte Person (VP) durch diesen Vertrag abgesichert ist. Wenn in einem Vertrag VN und VP nicht die gleiche Person ist, wird im Normalfall ein sogenannter Rechtsnachfolger bei Vertragsabschluss genannt. Dieser tritt anstelle des VN, wenn dieser vor VP verstirbt (in Ihrem genannten Fall die Schwester des Ehemannes). 


Die Begünstigte des Vertrages im Todesfall soll dann die Tochter von Ehemann und Ehefrau sein. Sollte dann die Ehefrau (VP) versterben und die Leistung an die Tochter ausgezahlt werden soll, liegt eine Schenkung der Tante (aktuelle VN) auf die Nichte vor. 


Der aktuelle Freibetrag für Neffen und Nichten liegt lediglich bei 20.000,00 EUR. Hier empfiehlt sich, dass die Mutter des bezugsberechtigten Kindes im Falle des vorzeitigen Todes des Ehemannes (bisheriger VN) neuer VN wird, weil der aktuelle Freibetrag von Mutter auf Tochter bei 400.000,00 EUR liegt. 

In Ihrem Beispiel sprechen Sie an, dass dies nicht möglich sei, weil diese eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzt. 


Was gilt bei einer ausländischen Staatsbürgerschaft der Ehefrau?


Bei einem Versicherungsnehmerwechsel/ einer Rechtsnachfolgerschaft gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei einem Neuabschluss für die beteiligten Personen.  


1. Der Lebensmittelpunkt (Wohnsitz) muss in Deutschland sein


2. Eine Niederlassungserlaubnis für Deutschland muss vorhanden sein


Wenn dies der Ehefrau vorliegt, kann auch die Ehefrau gegebenenfalls Rechtsnachfolger in dem Vertrag werden. Damit umgeht man eventuelle steuerliche Problematiken für die Tochter (Tante ist Rechtsnachfolger…), sollte Ihre Fallkonstellation eintreten und der Ehemann vor der Ehefrau versterben. 


Bei Fragen zu einem bestimmten Vertrag und Fragen zu weiteren Möglichkeiten sind die Kolleginnen und Kollegen aus dem Innendienst gerne für Sie da. Diese erreichen Sie Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 4100 104


Ich hoffe, meine Infos helfen Ihnen weiter und stehe gerne bei weiteren Fragen zur Verfügung. 


Mit besten Grüßen

TobiM

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8 Kommentare
2021-07-31T08:10:16Z
  • Samstag, 31.07.2021 um 10:10 Uhr
Hallo juolhm,

sie sprechen hier ein sehr wichtiges und interessantes Thema an.

Um Ihnen hier eine vollumfassende Antwort zugeben, möchte ich Rücksprache mit den zuständigen Kolleg:innen halten. Sobald ich von diesen eine Rückmeldung habe, werde ich mich wieder hier melden.

Liebe Grüße

Laura
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Richtige Antwort
2021-08-05T14:19:29Z
  • Donnerstag, 05.08.2021 um 16:19 Uhr
  • zuletzt editiert von Ines.

Hallo juolhm, 


Sie beschäftigen sich mit einem interessanten und komplexen Sachverhalt, bei dem ich Ihnen gerne weiterhelfen möchte. 


Was gilt generell bei Auszahlungen in einem Leistungsfall?


Zahlen wir bei einem Leistungsfall an den Versicherungsnehmer (VN) die Leistung aus, senden wir keine Mitteilung an das zuständige Finanzamt. Sollte somit der Leistungsfall eintreten, dass Ihre Frau vor Ihnen verstirbt, ist diese Konstellation (Ehemann ist der VN; Ehefrau ist die VP; Auszahlung an Ehemann) gegeben.


Eine Mitteilung an das Finanzamt muss lediglich dann erstellt werden, wenn die Auszahlung einer Leistung nicht an den Versicherungsnehmer selbst ausgezahlt wird. 


Wie sieht es nun in Ihrer genannten Fallkonstellation aus?


Sollte der Ehemann als Versicherungsnehmer versterben, tritt noch kein Leistungsfall ein, da das Leben der Ehefrau als versicherte Person (VP) durch diesen Vertrag abgesichert ist. Wenn in einem Vertrag VN und VP nicht die gleiche Person ist, wird im Normalfall ein sogenannter Rechtsnachfolger bei Vertragsabschluss genannt. Dieser tritt anstelle des VN, wenn dieser vor VP verstirbt (in Ihrem genannten Fall die Schwester des Ehemannes). 


Die Begünstigte des Vertrages im Todesfall soll dann die Tochter von Ehemann und Ehefrau sein. Sollte dann die Ehefrau (VP) versterben und die Leistung an die Tochter ausgezahlt werden soll, liegt eine Schenkung der Tante (aktuelle VN) auf die Nichte vor. 


Der aktuelle Freibetrag für Neffen und Nichten liegt lediglich bei 20.000,00 EUR. Hier empfiehlt sich, dass die Mutter des bezugsberechtigten Kindes im Falle des vorzeitigen Todes des Ehemannes (bisheriger VN) neuer VN wird, weil der aktuelle Freibetrag von Mutter auf Tochter bei 400.000,00 EUR liegt. 

In Ihrem Beispiel sprechen Sie an, dass dies nicht möglich sei, weil diese eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzt. 


Was gilt bei einer ausländischen Staatsbürgerschaft der Ehefrau?


Bei einem Versicherungsnehmerwechsel/ einer Rechtsnachfolgerschaft gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei einem Neuabschluss für die beteiligten Personen.  


1. Der Lebensmittelpunkt (Wohnsitz) muss in Deutschland sein


2. Eine Niederlassungserlaubnis für Deutschland muss vorhanden sein


Wenn dies der Ehefrau vorliegt, kann auch die Ehefrau gegebenenfalls Rechtsnachfolger in dem Vertrag werden. Damit umgeht man eventuelle steuerliche Problematiken für die Tochter (Tante ist Rechtsnachfolger…), sollte Ihre Fallkonstellation eintreten und der Ehemann vor der Ehefrau versterben. 


Bei Fragen zu einem bestimmten Vertrag und Fragen zu weiteren Möglichkeiten sind die Kolleginnen und Kollegen aus dem Innendienst gerne für Sie da. Diese erreichen Sie Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 4100 104


Ich hoffe, meine Infos helfen Ihnen weiter und stehe gerne bei weiteren Fragen zur Verfügung. 


Mit besten Grüßen

TobiM

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2021-08-07T14:45:40Z
  • Samstag, 07.08.2021 um 16:45 Uhr
Vielen Dank für Ihre ausführliche und sehr verständliche Antwort. 


Bezüglich der ausländischen Staatsbürgerschaft der Ehefrau interessiert mich noch, ob bei der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft andere Kriterien als die zwei o.g. gelten. Kann auch eine US-Staatsbürgerin die Rechtsnachfolge antreten, so lange der Lebensmittelpunkt in Deutschland ist und eine Niederlassungserlaubnis vorhanden ist?

2021-08-09T06:14:09Z
  • Montag, 09.08.2021 um 08:14 Uhr
Hallo juolhm,

es freut mich, dass mein Kollege Ihnen weiterhelfen konnte.

Gern halte ich zu Ihrer Anfrage noch einmal Rücksprache mit den zuständigen Kolleg:innen. Sobald ich eine Rückmeldung erhalten habe, melde ich mich wieder.

Liebe Grüße

Laura
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2021-08-09T08:20:17Z
  • Montag, 09.08.2021 um 10:20 Uhr

Hallo juolhm, 


vielen Dank für Ihre erneute Anfrage. Es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen kann. 


Speziell bei Personen mit einer US-Staatsbürgerschaft gibt es Besonderheiten, jedoch können Sie bei Ihre Hinterbliebenenabsicherung unbesorgt sein. Mit den von Ihnen genannten Voraussetzungen kann eine Rechtsnachfolgerschaft Ihrer Ehefrau berücksichtigt werden. 


Wenn Sie eine Änderung zu Ihrer Versicherung wünschen, ist unser Außendienst für Sie da. Genießen Sie derzeit keine persönliche Betreuung, finden Sie unter www.allianz.de/agentursuche einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. 


Alternativ helfen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Innendienst sehr gerne weiter. Diese erreichen Sie Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 08004 100 104. 


Ich wünsche Ihnen alles Gute. 


Mit besten Grüßen



TobiM


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2021-08-12T18:03:11Z
  • Donnerstag, 12.08.2021 um 20:03 Uhr
Hallo TobiM,


leider ist es bei dem o.g. Fall (Versicherungsnehmer: dt. Staatsbürger, vers. Person: US-Staatsbürger) lt. meinem Kontakt bei der Antragsstellung nicht möglich, als Rechtsnachfolge im Todesfall des Versicherungsnehmer die vers. Person mit der US-Staatsbürgerschaft einzusetzen. Dies wird sogar vom System geprüft und abgelehnt.


Gemäß Ihrer Antwort sollte es jedoch möglich sein.


Könnten Sie dies bitte nochmal mit dem Kollegen vom Antrag abstimmen? Meine Präferenz wäre nämlich genau diese Kombination. 


Gerne kann ich Ihnen hierzu auch per Nachricht o.ä. den Namen meines Ansprechpartners nennen.


Vielen Dank im Voraus.


2021-08-13T06:38:49Z
  • Freitag, 13.08.2021 um 08:38 Uhr
Hallo jouhlm,

gern möchten wir hierzu eine genau und auf Ihr Anliegen ausgerichtete Lösung finden.

Hierzu senden Sie mir bitte Ihre:

- persönlichen Daten,

- Ihren Username

- und die betreffende Vertragsnummer an allianzhilft.dialog@allianz.de zu.

Sobald ich Ihre Email erhalten habe, werde ich mich um alles weitere kümmern.

Liebe Grüße

Laura
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2021-08-18T09:45:15Z
  • Mittwoch, 18.08.2021 um 11:45 Uhr
Hallo jouhlm,

ich habe soeben die Rückmeldung der Kolleg:innen erhalten, dass man sich Ihrem Anliegen angenommen hat.

Die bearbeitenden Kolleg:innen werden sich persönlich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Beste Grüße
Nancy
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