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Ronald Huebner

Abruf Lebensversicherung

Hallo, ich habe eine LV, die vor 2000 abgeschlossen wurde, alle weiteren Kriterien für die steuerfreie Auszahlung habe ich ebenfalls erfüllt. Nun möchte ich die Auszahlung in der Abrufphase ab dem 60. Lebensjahr (9/17) in Anspruch nehmen, obwohl ich noch keine Rente in Deutschland beziehe, wohl aber ab 10/18 in einem anderen EU-Staat in dem ich seit vielen Jahren lebe und arbeite. Hat das Auswirkungen auf die Auszahlung, da diese ja als "Rentenergänzung" lt. § 22a EStG gemeldet werden muß.
Danke für die Antwort.
Richtige Antwort
2017-05-22T06:08:32Z
  • Montag, 22.05.2017 um 08:08 Uhr
Guten Morgen Herr Huebner,

gerne werde ich Ihre Frage beantworten. Damit meine Antwort auch auf Ihren Vertrag passt, erbitte ich Ihre Versicherungsnummer.
Senden Sie mir diese bitte per Mail an unseren Postkorb allianzhilft.dialog@allianz.de
Bitte teilen Sie uns auch Ihre vollständigen Kontaktdaten mit.
Nach dem Erhalt Ihrer Mail werde ich mich umgehend bei Ihnen melden.

Lieben Dank
Ines

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17 weitere Kommentare
2018-01-09T12:52:32Z
  • Dienstag, 09.01.2018 um 13:52 Uhr

Halo QoButoc,

als Literatur kann ich Ihnen das Einkommensteuergesetz nennen, hier geht es um § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 6 EStG. Die 60 % aus meiner vorherigen Antwort muss ich korriegieren, der Betrag wurden zwischenzeitlich bereits auf 50 % gesenkt. Das können Sie dem entsprechden Gesetz entnehmen.

Können Sie Ihre Frage bezüglich der Erreichung des Mindest-Todesfallschutz konkretisieren? Hier wird das Verhältnis der eingezahlten Beiträge (Nettobeitrag für den Sparanteil) zur Todesfallleistung angesprochen.  

Wenn es Ihnen um einen bestehenden Vertrag geht, dann ist dies auch in den Hinweisen der steuerlichen Reglungen aufgeführt. Wenn Sie mir eine konkrete Vertrasgnummer mitteilen, dann kann ich mir die Konstellation gerne genauer ansehen.

Sollte es Ihnen um eine grundsätzliche Klärung gehen, dann kann Ihnen ein Steuerberater bzw. das Finanzamt genauere Auskünfte geben. Die Rückerstattung der zu viel gezahlten Steuerlast wird über die Einreichung einer Einkommensteuererklärung von Ihnen beantragt und durch einen Einkommensteuerbescheid festgesetzt. Als Grundlage für die Entscheidung steht das Einkommensteuergesetz zur Verfügung.

Ich weiß, dass mit dem Mindest-Todesfallschutz ist nicht ganz einfach. Gerade auch weil sich die Bestimmungen hierzu immer wieder verändert haben.

Viele Grüße,
Christina

2018-01-09T12:57:56Z
  • Dienstag, 09.01.2018 um 13:57 Uhr
Halo QoButoc,

als Literatur kann ich Ihnen das Einkommensteuergesetz nennen, hier geht es um § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 6 EStG. Die 60 % aus meiner vorherigen Antwort muss ich korriegieren, der Betrag wurden zwischenzeitlich bereits auf 50 % gesenkt. Das können Sie dem entsprechden Gesetz entnehmen.

Können Sie Ihre Frage bezüglich der Erreichung des Mindest-Todesfallschutz konkretisieren? Hier wird das Verhältnis der eingezahlten Beiträge (Nettobeitrag für den Sparanteil) zur Todesfallleistung angesprochen. 

Wenn es Ihnen um einen bestehenden Vertrag geht, dann ist dies auch in den Hinweisen der steuerlichen Reglungen aufgeführt. Wenn Sie mir eine konkrete Vertrasgnummer mitteilen, dann kann ich mir die Konstellation gerne genauer ansehen.

Sollte es Ihnen um eine grundsätzliche Klärung gehen, dann kann Ihnen ein Steuerberater bzw. das Finanzamt genauere Auskünfte geben. Die Rückerstattung der zu viel gezahlten Steuerlast wird über die Einreichung einer Einkommensteuererklärung von Ihnen beantragt und durch einen Einkommensteuerbescheid festgesetzt. Ein Steuerberater oder das Finanzamt hat zur Praxisanwendung einen guten Bezug und kann ggf. Erfahrungswerte mit Ihnen teilen.

Ich weiß, dass mit dem Mindest-Todesfallschutz ist nicht ganz einfach. Gerade auch weil sich die Bestimmungen hierzu immer wieder verändert haben.

Viele Grüße,
Christina
2018-01-09T16:59:54Z
  • Dienstag, 09.01.2018 um 17:59 Uhr
Hallo christina,
Ok, also angenommen die vereinbarten Beiträge betragen 100.000, die Todesfallleistung muss demnach 50.000 betragen.
Der VN zahlt jahrelang ein und stirbt noch während der Ansparphase. Angenommen zu diesem Zeitpunkt sind die Fonds 20.000 wert. Sollte die Todesfalleistung nun unabhängig von den 20.000 on top erbracht werden, also soll in diesem Fall die Versicherungsleistung 20.000 + 50.000 = 70.000 betragen?
Oder ist es hinsichtlich der anwendbarkeit der 12/62-Regelung bereits unschädlich, wenn die Todesfalleistung mit den Fondsanteilen verrechnet wird, sodass insgesamt nur 50.000 ausgezahlt werden?
Ich hoffe die frage wurde im Beispiel klarer.
Viele Grüße,
Qo Butoc
2018-01-10T09:04:28Z
  • Mittwoch, 10.01.2018 um 10:04 Uhr

Hallo Qo Butoc,
vorerst sollten wir die die Frage klären aus was die für die Einhaltung der Mindestanforderung benötigte Todesfallleistung besteht.  

Diese setzt aus der garantierten Todesfallleistung zuzüglich der aus der jährlichen Überschussbeteiligung finanzierten Todesfallleistung (Bonus, Ansammlung, Fonds) zusammen. Das bedeutet der Fondswert spielt hier auch eine Rolle.

Ein Hinweis zu deinem Beipsiel: Wenn die Leistung aufgrund des Todesfall der versicherten Person ausbezahlt wird, dann spielt die 12/60-Regelung keine Rolle. Die Leistungen im Falle des Todes unterliegen wieder anderen Reglungen. Bei der 12/60-Regelung geht es um eine Erlebensfallzahlung.

Wie geht die Allianz mit dem sogenannten Mindesttodesfallschutz um?
Wie Sie sehen gibt es im Bezug auf die Steuer und den Mindesttodesfallschutz einiges zu beachten. Es gelten verschiedene Reglungen bei denen die Faktoren wie Abschlusszeitpunkt, die Anlageform und auch die Besparung (laufende Beitragszahlung und Einmalbeitragszahlung) zu beachten sind. Deshalb sind die Renten- und Lebensversicherung der Allianz so gestaltet worden, dass der Mindesttodesfallschutz eingehalten ist.

Die einzige Ausnahme stellt die Allianz Vermögenspolice dar, bei dieser Versicherung handelt es sich um eine Risikolebensversicherung mit der Option von Kapitalentnahmen. Hier sind die Voraussetzungen nicht erüfllt. Bei Vertragsabschluss wird man darauf aber hingewiesen
Als Allianz Kunde müssen Sie sich deshalb keine Sorgen um die Einhaltung des Mindest-Todesfallschutz machen.

Viele Grüße
Christina

2018-01-10T12:02:02Z
  • Mittwoch, 10.01.2018 um 13:02 Uhr
Hallo Christina,
das ist ja schön, dass die Allianz da an Alles gedacht hat. Ich interessiere mich für eine fondsgebundene Rentenversicherung der Allianz. Welche Todesfalleistung ist in einer fondsgebundenen Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht und laufender Beitragszahlung standardmäßig denn vereinbart? 
50% Prozent der beim Vertragsbeginn projizierten Beitragssumme? Das müsste dann ja bereits AVB-seitig fixiert sein. Vielleicht könntest du die aktuellen AVBs ja mal posten.
Viele Grüße,
Qo
2018-01-11T13:49:51Z
  • Donnerstag, 11.01.2018 um 14:49 Uhr

Hallo QoButoc,

leider habe ich keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden. Es ist in der Tat so, dass dieser Mindesttodesfallschutz nicht ausführlich in den Vertragsbedingungen erwähnt wird.

Erfahrungemäß wird bei fondsgebundenen Verträgen oft ein zusätzliches Kapital bei Tod abgeschlossen. Als Beispiel habe ich die aktuellen Bedingungen für den Tarif Invest Flex gewählt, die Todesfallleistung vor Rentenbeginn kann wie folgt geregelt werden:

Leistung ohne Baustein Kapital bei Tod
Wenn Sie keinen Baustein Kapital bei Tod abgeschlossen haben und die →versicherte Person vor Rentenbeginn stirbt, zahlen wir den →Policenwert. Mit der Kapitalzahlung erlischt die Versicherung.

Leistung mit Baustein Kapital bei Tod
Wenn Sie einen Baustein Kapital bei Tod abgeschlossen haben und die →versicherte Person vor Rentenbeginn stirbt, erbringen wir eine Leistung, die sich aus den Regelungen zum Baustein Kapital bei Tod, Abschnitt "Leistungsvoraussetzungen und Leistungsumfang", Unterabschnitt "Welche Leistung erbringen wir?" ergibt.

Zusätzlich gibt es in den Bedingungen folgenden Passus zum Mindestschutz:

Leistung bei vereinbartem Garantiekapital bei Tod
 
Wenn die →versicherte Person vor Rentenbeginn stirbt, zahlen wir

• in den ersten 3 Versicherungsjahren oder innerhalb von 3 Jahren seit Wiederherstellung einer mehr als 6 Monate beitragsfreien Versicherung den →Policenwert,

• ab dem 4. Versicherungsjahr den →Policenwert, mindestens jedoch das vereinbarte Garantiekapital bei Tod.

Mit der Kapitalzahlung erlischt die Versicherung.

Ich hätte Ihnen gerne eine ausführliche Antwort zu diesem Thema gegeben und hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Informationen zumindest einen groben Überblick zu diesem Thema geben konnte.

Viele Grüße

Christina

 

2018-01-12T08:56:22Z
  • Freitag, 12.01.2018 um 09:56 Uhr
Hallo Christina,
vielen Dank für die Recherche in Ihren AVBs.
Spontan hätte ich jetzt gesagt, wenn ich die Versicherung mit der "Leistung ohne Baustein Kapital bei Tod" abschließe, ich auch keine "Leistung bei vereinbartem Garantiekapital bei Tod" bekomme. Es drängt sich mir aber schon die Frage auf, inwiefern das dann dennoch für den Mindesttodesfallschutz qualifizieren soll. Die Regelung scheint nämlich keinen deutlichen Bezug zu den Regelungen im §20 EStG Abs. 3 Nr. 6 S. 6 a) sowie b) zu haben... 
Es wäre mir jedoch einigermaßen geholfen, wenn Sie - falls möglich - nochmal in Ihrer hauseigenen Steuerabteilung nachfragen könnten, was denn nun bitteschön steuerlich bei Rückkauf (natürlich im Erlebensfall) passiert, wenn ich "Leistung ohne Baustein Kapital bei Tod" wähle. Halbeinkünfteverfahren anwendbar ja/nein? Und wenn nein, wie viel "Leistung bei vereinbartem Garantiekapital bei Tod" muss ich denn wählen?
Ansonsten finde ich es höchst beunruhigend, dass ich offenbar ohne Steuerberater keine Versicherung mehr beim (präferierten Marktführer!) mit Zuversicht abschließen kann.
Viele Grüße,
Qo
2018-01-12T13:49:46Z
  • Freitag, 12.01.2018 um 14:49 Uhr

Hallo Qo Butoc,

sehr gerne, sobald ich eine neue Information für Sie habe, werde ich diese posten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Viele Grüße

Christina

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