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SkyBear

Überweisung ins Ausland

Meine Frau und ich leben seit vielen Jahren in Thailand.

Nun hat meine Frau ihre ALLIANZ Kapitallebensversicherung gekündigt, mit der Bitte, den Betrag auf ihr Konto in Thailand zu überweisen ( sie hat in Deutschland ihr Konto aufgelöst ).

Die Mitarbeiterin bei der ALLIANZ meinte, das sei kein Problem, sie brauche dafür die Konto-Nr. und die sog Routing-Nummer von der Bank in Thailand.

Kurz bei der Bank nachgefragt wurde uns mitgeteilt, dass "Routing-Nummern" ein US-System sind und auch nur in den USA verwendet werden.
Banken in Thailand verwenden zur Identifikation der Bank den sog. SWIFT-Code.  Diesen haben wir der Mitarbeiterin bei der ALLIANZ mitgeteilt zusammen mit Bankname, Bank-Adresse und der Kontonummer.

Diese meinte, dass sie aber die Routing-Nummer braucht, sonst könne sie nichts tun. Nur gibt es keine Routing-Nummern außerhalb der USA.
Bitte um Hilfe !
Richtige Antwort
2019-11-14T09:48:37Z
  • Donnerstag, 14.11.2019 um 10:48 Uhr

Hallo SkyBear,


Vielen Dank für Ihre Anfrage.


Es freut mich zu lesen, dass Sie Ihre Fragen zur Auszahlung nach Thailand bereits klären konnten. Bei Kapitalzahlungen ins Ausland gibt es einiges zu beachten. Daher möchte ich Ihnen noch einige wissenswerte Informationen zur Verfügung stellen. 


Bei Überweisungen ins Ausland wird grundsätzlich zwischen Zahlungen in den SEPA-Raum und Überweisungen an Personen in einem "Nicht-SEPA-Land" unterschieden.


Doch was bedeutet es eigentlich, eine Überweisung in einem SEPA-Raum zu tätigen:


Die europäischen Banken stellen mit der SEPA-Standardüberweisung ein Zahlungsverkehrsmedium als grenzüberschreitende Überweisung innerhalb der SEPA-Staaten zur Verfügung. 


Eine SEPA-Standardüberweisung liegt immer dann vor, wenn


- das Land, in welches die Überweisung getätigt wird, der SEPA-Verordnung unterliegt
- die IBAN und BIC des Kreditinstitutes vom Kontoinhaber, welcher das Geld erhält, angegeben sind
- die Auszahlung in Euro erfolgt
- Maximal 50.000 Euro ausgezahlt werden, bzw. 50.000 Euro Auszahlungssumme nicht überschritten werden (Für Zahlungen ab 50.000 Euro können gesonderte Gebührenregelungen gelten)


Die Vorteile der SEPA-Standardüberweisung sind die, dass sie vollautomatisch, kostengünstig, schnell und sicher erfolgt. Es ist nicht zulässig, dass Gebühren vom Überweisungsbetrag des abgehenden Kreditinstitutes und vom Empfängerkreditinstitut einbehalten werden. Stattdessen wird die SEPA-Standardüberweisung zu abgerechnet, als wäre Sie eine Inlandsüberweisung. 


Dafür sind die Voraussetzungen allerdings die Angabe der IBAN als auch des BIC. Die Angaben für IBAN und BIC können Sie bei Ihrem Kreditinstitut erfragen. 


Für folgende Länder gilt das IBAN/BIC-Verfahren nach heutigem Stand:


Belgien, Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.


EWR-Mitgliedsländer für welche die EU-Verordnung seit Juli 2005 auch gilt:


Island, Liechtenstein und Norwegen


Dem SEPA-Standardüberweisungsverfahren haben sich auch einige nicht EU-Staaten angeschlossen, für die allerdings die SEPA-Verordnung und somit auch die Gebührenregelung nicht gelten. Dies sind die Länder:


Andorra, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Schweiz, Serbien & Montenegro, Tunesien und Türkei.


Bei Zahlungen in ein Land, das nicht am SEPA-Standardüberweisungsverfahren teilnimmt sind zusätzlich folgende Besonderheiten zu beachten:


Auslandszahlungen, welche in ein Land getätigt werden, das nicht am SEPA-Standardüberweisungsverfahren teilnimmt, ist eine Überweisung per BIC/SWIFT-Code erforderlich, da so eine schnellere Zuordnung der Bank erfolgen kann. 


Der BIC/SWIFT-Code kann nicht immer verwendet werden. Dies betrifft zum Beispiel teilweise Zahlungen in die USA. Dann muss eine Überweisung mit der Routing Number gemacht werden. 


Bei Überweisungen werden wir immer mit Begriffen wie IBAN, BIC und SWIFT-Code konfrontiert. Gerne möchte ich Ihnen erläutern, was eigentlich dahinter steckt.


1. IBAN
IBAN steht für International Bank Account Number. Dies ist eine standardisierte, internationale Kontonummer. 


Die IBAN besteht immer aus einem internationalen Teil (dem Länderkennzeichen und der Prüfziffer) und einer national festgelegten Komponente. Für Deutschland besteht diese aus der Kontonummer und der Bankleitzahl.


Die Länge der IBAN kann von Land zu Land abweichen (maximal 34 Stellen), innerhalb eines Landes ist diese aber immer einheitlich. Eine IBAN darf maximal 34 Stellen lang sein. 


Mit Hilfe einer Prüfziffer wird die Plausibilität der IBAN noch vor Ausführung der Überweisung geprüft.
Bei der Darstellung der IBAN auf Kontoauszügen oder Briefbögen hat sich, aus Gründen der Übersichtlichkeit, eine 4er-Blockbildung durchgesetzt.


2. BIC bzw. SWIFT-Code
Da es nicht zu allen Ländern/Banken eine IBAN gibt, muss in diesen Fällen die Überweisung mit Hilfe des BIC-SWIFT-Codes erfolgen.


Hinter der BIC steht der Begriff Bank Identifier Code (auch als SWIFT-Code bekannt) und ist ein standardisierter, international Bank-Code, durch den sich weltweit Kreditinstitute eindeutig identifizieren lassen. Der BIC ist acht oder elf Stellen lang.


In den anhängenden Dateien habe ich ein Beispiel für die Zusammensetzung einer IBAN und eines BIC bzw. SWIFT-Codes zur besseren Darstellung mit beigefügt.


Ich hoffe, meine Informationen helfen Ihnen und unseren Lesern noch einmal weiter.


Viele Grüße
Angie

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5 weitere Kommentare
2019-11-09T07:03:53Z
  • Samstag, 09.11.2019 um 08:03 Uhr
Guten Morgen SkyBear,

es stimmt, generell ist es kein Thema Auszahlungen ins Ausland zu tätigen-und das weltweit.

Wie es sich nun mit der Routing-Nmmer verhält, werde ich durch unsere Spezialisten für Lebensversicherungen klären lassen. Diese sind allerdings heute nicht im Haus. Daher bitte ich Sie bis Montag um Geduld. Ich melde mich, sobald mir eine Rückmeldung der Spezialisten vorliegt.

Beste Grüße
Conny
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2019-11-09T09:34:49Z
  • Samstag, 09.11.2019 um 10:34 Uhr
Super, vielen Dank !
2019-11-09T09:40:09Z
  • Samstag, 09.11.2019 um 10:40 Uhr
Gerne SkyBear und haben Sie ein schönes Wochenende.

Beste Grüße
Conny
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2019-11-11T12:49:48Z
  • Montag, 11.11.2019 um 13:49 Uhr
Hallo aus Bangkok,

unsere Hausbank in D wird kurzfristig ein Girokonto eröffnen so dass der Vorgang abgeschlossen werden kann
2019-11-11T13:05:16Z
  • Montag, 11.11.2019 um 14:05 Uhr
Hallo SkyBear,

vielen Dank für Ihre Information.
Es freut mich, dass sich Ihr Anliegen anderweitig klären konnte. Gerne gebe ich dies an unsere Spezialisten weiter.

Viele Grüße
Franzi
******
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2019-11-14T09:48:37Z
  • Donnerstag, 14.11.2019 um 10:48 Uhr

Hallo SkyBear,


Vielen Dank für Ihre Anfrage.


Es freut mich zu lesen, dass Sie Ihre Fragen zur Auszahlung nach Thailand bereits klären konnten. Bei Kapitalzahlungen ins Ausland gibt es einiges zu beachten. Daher möchte ich Ihnen noch einige wissenswerte Informationen zur Verfügung stellen. 


Bei Überweisungen ins Ausland wird grundsätzlich zwischen Zahlungen in den SEPA-Raum und Überweisungen an Personen in einem "Nicht-SEPA-Land" unterschieden.


Doch was bedeutet es eigentlich, eine Überweisung in einem SEPA-Raum zu tätigen:


Die europäischen Banken stellen mit der SEPA-Standardüberweisung ein Zahlungsverkehrsmedium als grenzüberschreitende Überweisung innerhalb der SEPA-Staaten zur Verfügung. 


Eine SEPA-Standardüberweisung liegt immer dann vor, wenn


- das Land, in welches die Überweisung getätigt wird, der SEPA-Verordnung unterliegt
- die IBAN und BIC des Kreditinstitutes vom Kontoinhaber, welcher das Geld erhält, angegeben sind
- die Auszahlung in Euro erfolgt
- Maximal 50.000 Euro ausgezahlt werden, bzw. 50.000 Euro Auszahlungssumme nicht überschritten werden (Für Zahlungen ab 50.000 Euro können gesonderte Gebührenregelungen gelten)


Die Vorteile der SEPA-Standardüberweisung sind die, dass sie vollautomatisch, kostengünstig, schnell und sicher erfolgt. Es ist nicht zulässig, dass Gebühren vom Überweisungsbetrag des abgehenden Kreditinstitutes und vom Empfängerkreditinstitut einbehalten werden. Stattdessen wird die SEPA-Standardüberweisung zu abgerechnet, als wäre Sie eine Inlandsüberweisung. 


Dafür sind die Voraussetzungen allerdings die Angabe der IBAN als auch des BIC. Die Angaben für IBAN und BIC können Sie bei Ihrem Kreditinstitut erfragen. 


Für folgende Länder gilt das IBAN/BIC-Verfahren nach heutigem Stand:


Belgien, Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.


EWR-Mitgliedsländer für welche die EU-Verordnung seit Juli 2005 auch gilt:


Island, Liechtenstein und Norwegen


Dem SEPA-Standardüberweisungsverfahren haben sich auch einige nicht EU-Staaten angeschlossen, für die allerdings die SEPA-Verordnung und somit auch die Gebührenregelung nicht gelten. Dies sind die Länder:


Andorra, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Schweiz, Serbien & Montenegro, Tunesien und Türkei.


Bei Zahlungen in ein Land, das nicht am SEPA-Standardüberweisungsverfahren teilnimmt sind zusätzlich folgende Besonderheiten zu beachten:


Auslandszahlungen, welche in ein Land getätigt werden, das nicht am SEPA-Standardüberweisungsverfahren teilnimmt, ist eine Überweisung per BIC/SWIFT-Code erforderlich, da so eine schnellere Zuordnung der Bank erfolgen kann. 


Der BIC/SWIFT-Code kann nicht immer verwendet werden. Dies betrifft zum Beispiel teilweise Zahlungen in die USA. Dann muss eine Überweisung mit der Routing Number gemacht werden. 


Bei Überweisungen werden wir immer mit Begriffen wie IBAN, BIC und SWIFT-Code konfrontiert. Gerne möchte ich Ihnen erläutern, was eigentlich dahinter steckt.


1. IBAN
IBAN steht für International Bank Account Number. Dies ist eine standardisierte, internationale Kontonummer. 


Die IBAN besteht immer aus einem internationalen Teil (dem Länderkennzeichen und der Prüfziffer) und einer national festgelegten Komponente. Für Deutschland besteht diese aus der Kontonummer und der Bankleitzahl.


Die Länge der IBAN kann von Land zu Land abweichen (maximal 34 Stellen), innerhalb eines Landes ist diese aber immer einheitlich. Eine IBAN darf maximal 34 Stellen lang sein. 


Mit Hilfe einer Prüfziffer wird die Plausibilität der IBAN noch vor Ausführung der Überweisung geprüft.
Bei der Darstellung der IBAN auf Kontoauszügen oder Briefbögen hat sich, aus Gründen der Übersichtlichkeit, eine 4er-Blockbildung durchgesetzt.


2. BIC bzw. SWIFT-Code
Da es nicht zu allen Ländern/Banken eine IBAN gibt, muss in diesen Fällen die Überweisung mit Hilfe des BIC-SWIFT-Codes erfolgen.


Hinter der BIC steht der Begriff Bank Identifier Code (auch als SWIFT-Code bekannt) und ist ein standardisierter, international Bank-Code, durch den sich weltweit Kreditinstitute eindeutig identifizieren lassen. Der BIC ist acht oder elf Stellen lang.


In den anhängenden Dateien habe ich ein Beispiel für die Zusammensetzung einer IBAN und eines BIC bzw. SWIFT-Codes zur besseren Darstellung mit beigefügt.


Ich hoffe, meine Informationen helfen Ihnen und unseren Lesern noch einmal weiter.


Viele Grüße
Angie

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