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Gelöschter Nutzer

Private Haftpflicht Kampfkunst Schule

Hallo,

ich möchte eine Kampfkunst-Schule für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene ab 16 Jahren eröffnen. Ich bin zertifizierter Ausbilder. Die Schule wird einem Verband angeschlossen sein. Die Mitglieder sind über eine Verbandsmitgliedschaft versichert. Da ich mir nicht sicher bin wie weitreichend diese Versicherung trägt und in welchen Fällen (grob fahrlässig oder Vorsatz ist klar) ich persönlich belangt werden kann, möchte ich eine private Versicherung abschließen. Welche Art von Versicherung kommt dabei für mich in Frage? Wie sieht der Versicherungsschutz im Rahmen eines Probetrainings des Interessenten für mich aus?

Richtige Antwort
2014-07-30T15:35:25Z
  • Mittwoch, 30.07.2014 um 17:35 Uhr
Hallo Max Mustermann,

ihrem Post entnehme ich, dass Sie eine Kampfkunst-Schule eröffnen möchten. Der richtige Versicherungsschutz ist in Ihrem Fall einen sogenannte Firmenhaftpflichtversicherung. Hier greift keine private Versicherung, da Sie sicherlich ein Gewerbe anmelden werden.
Um Ihnen den passenden Versicherungsschutz zusammen zustellen, möchte ich Sie bitten, mit Ihrer Vertretung vor Ort Kontakt aufzunehmen.

Wenn Sie noch nicht durch die Allianz betreut werden, finden Sie eine Allianz Fachfrau oder Fachmann ganz in Ihrer Nähe am schnellsten über unsere Suchfunktion "Allianz Vertretung vor Ort".
Hier geht es zum direkten Link: https://vertretung.allianz.de/wps/portal/tw/www.allianz.de/agentursuche/index.html


Lieben Gruß
Ines
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6 Kommentare
2014-07-30T18:33:41Z
  • Mittwoch, 30.07.2014 um 20:33 Uhr
Hallo Max,

super Sache...
Aus eigener Erfahrung noch ein kleiner Hinweis: Sprich bitte Deinen Allianz-Vertreter auf die Absicherung zum Straf-Rechtsschutz an.
Gerade in einer Sportart mit Körperkontakt solltest Du Dir einen rechtlichen Beistand leisten können, wenn Dir ein Elternteil Körperverletzung oder andere strafrechtlich relevante Taten vorwirft. Da kann Dich keine Haftpflicht vor schützen.

Weiterhin wäre es wichtig im Vorfeld abzuklären, wie der Verband bereits seinen Mitgliedern (also Deinen "Schülern") und Dir als Trainer Versicherungsschutz gewährt. Fragen kostet nichts

Beste Grüße und viel Erfolg
Gordon
2014-07-31T08:52:08Z
  • Donnerstag, 31.07.2014 um 10:52 Uhr
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ja, es wird ein Gewerbe angemeldet! Abschließend erlauben Sie mir die Frage nach dem Versicherungsschutz für das Probetraining (z.B. 30 Tage).

Fall 1: Nehmen wir den schlimmsten Fall an und ein Kind verletzt sich beim Probetraining in der Schule. Die Erziehungsberechtigten möchten nun Ansprüche gegen den Schulleiter erheben. In der Vereinbarung zum Probetraining wurde ein Haftungsausschluss festgehalten (Probetraining auf eigene Gefahr). Das Mitglied ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht über den Verband versichert. Greift hier meine Firmenhaftpflichtversicherung?

Fall 2: Was wenn das Mitglied kostenlos über ein Partnerprogramm des Fitness-Studios (Räume werden angemietet) einen Basis-Kurs besucht und auch hier eine Probetraining für einen längeren Zeitraum vereinbart wurde. Haftet dann der Versicherungsschutz des Fitness-Studios für seine Mitglieder die bei mir trainieren, sollte ich das vorher vertraglich mit dem Studiobesitzer regeln oder ist auch hier zu einer Firmenhaftpflichtversicherung geraten bzw. würde diese mich schützen?

Vielen Dank!
2014-07-31T09:17:57Z
  • Allianz hilft
  • Donnerstag, 31.07.2014 um 11:17 Uhr
Hallo Max,

und super Sportart, da kann ich Gordon nur beipflichten.

Für Fall 1:
Hier gilt der Haftungsausschluss nur für den Verband, nicht aber für Sie, als Ausbilder.

Für Fall 2:
Sie sollten mit dem Studio-Betreiber abklären, ob Sie die Räumlichkeiten mieten sollen/wollen oder als Subunternehmer angestellt sind. Wenn Sie die Räumlichkeiten mieten, sind wieder Sie haftbar zu machen und als Subunternehmer nicht.

In jedem Fall ist eine Firmenhaftpflicht zu empfehlen.

Na dann wünsche ich Ihnen mal einen super Start und viel Erfolg mit den kleinen und großen zukünftigen Kampfsportlern.

Mit sportlichen Grüßen
Conny
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2014-07-31T09:38:27Z
  • Donnerstag, 31.07.2014 um 11:38 Uhr
Wenn Sie, im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit, eine Kampfkunstschule eröffnen bzw betreiben möchten, dann greift in diesem Fall nicht die (Ihre) private Haftpflicht, sondern Sie benötigen eine Betriebshaftpflicht. Diese schützt Sie vor allen gegen Sie evtl anfallenden Forderungen nach einem (Personen-Sach-Vermögens)Schaden ab. Heisst zb., wenn bei Ihnen in der Umkleidekabine ausrutscht, weil frisch gewischt wurde, und Sie kein Hinweisschild aufgestellt haben, dann haben Sie Ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt und diese Person könnte dann von Ihnen Schadensersatz fordern (Verdienstausfall, Schmerzensgeld, etc.. wenn er zB eine Reha machen müsste, dann könnte sogar die Krankenkasse die Behandlungskosten von Ihnen einfordern..).. Was ich damit sagen will, eine Berufshaftflicht ist absolut essentiell, weil es hier sehr schnell um sehr große Summen gehen kann. Wenn Sie Mögen, können wir uns auch gerne mal ausführlich darüber unterhalten, per Email oder Telefon unter:

Sebastian Franke
Diplom-Betriebswirt (FH)
Versicherungsfachmann (BWV)
2014-07-31T09:49:18Z
  • Allianz hilft
  • Donnerstag, 31.07.2014 um 11:49 Uhr
Hallo Herr Franke,

vielen Dank für die ergänzenden Hinweise.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich Ihre Kontaktdaten n in der Nachricht aus Datenschutzgründen von der Pinnwand nehme.

Bitte beachten Sie unsere Verhaltensregeln
https://www.allianz.de/hinweise/allianz-hilft_nutzungsbedingungen.html

Freundliche Grüße
Conny
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