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Stefan_030

Wenn der Baum auf meinem Grundstück bei Sturm umfällt

Hallo,

ich habe ein privates Gartengrundstück, auf dem ein großer Baum steht. Wie kann ich mich versichern, falls mein Baum bei Sturm auf Nachbars Haus gibt und sein Dach beschädigt?

Richtige Antwort
2016-09-17T10:05:08Z
  • Samstag, 17.09.2016 um 12:05 Uhr
Hallo superbayer,

gern erkläre ich es Ihnen genauer.

Fällt bei einem Unwetter oder Sturm ein Baum auf das Nachbargrundstück, muss nicht unbedingt der Besitzer des Baumes dafür aufkommen. Denn war es ein gesunder Baum, der stabil stand und hat der Besitzer ihn regelmäßig auf Schäden kontrolliert, ist also seiner Verkehrssicherungspflicht als Eigentümer nachgekommen, handelt es sich hier um einen Fall von höherer Gewalt. Dann muss die Versicherung des geschädigten Nachbarn den Schaden übernehmen. Voraussetzung ist, der Nachbar hat sich gegen Sturmschäden abgesichert. Auch Folgeschäden sind meist mitversichert, zum Beispiel wenn durch ein abgedecktes Dach Regenwasser ins Haus eindringt und Wände oder Decken beschädigt. Die Versicherung übernimmt die Kosten, die der Eigentümer braucht, um das Haus nach einem Sturm wieder instand zu setzen.

Um einen Sturm handelt es sich für die Versicherungen ab Windstärke 8. Die Versicherung zahlt hier auch für die Freiräumung der Schadenstelle, denn so sollen Reparaturen ermöglicht werden. Die Kosten für den Abtransport des Baumes sind dagegen nicht immer mitversichert. Hausbesitzer sollten hier für den Fall des Falles ihren Vertrag kontrollieren.

Der Baumbesitzer ist allerdings haftbar, wenn der Baum morsch, krank oder schwach war. Drohen Äste abzubrechen oder ist das Wurzelwerk nicht mehr tragfähig, muss der Besitzer handeln und einem Schaden durch einen Sturm oder ein Unwetter vorbeugen. Ist der Baum krank oder alt und fällt deshalb im Sturm, kommt die Wohngebäudeversicherung des Geschädigten für den Schaden auf. Meistens wird diese dann versuchen, das Geld vom Baumbesitzer oder dessen privater Haftpflichtversicherung bzw. Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zurückzubekommen. Besitzt der Geschädigte keine Wohngebäudeversicherung, so muss er sich direkt an den Baumbesitzer wenden. Hier kommt dann die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung des Baumbesitzers in Spiel.

Fällt der Baum auf das Haus des Baumbesitzers, so kommt auch hier die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Zu beachten ist hier: Hat der Baumbesitzer die Verkehrssicherungspflicht verletzt, also den Baum nicht regelmäßig auf Schäden kontrolliert, kann die Versicherung die Entschädigungsleistung kürzen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort hilft. Wenn nicht, melden Sie sich bitte einfach wieder.

Schöne Grüße und ein hoffentlich nicht ganz verregnetes Wochenende

Corny
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2 weitere Kommentare
2014-06-30T11:33:05Z
  • Montag, 30.06.2014 um 13:33 Uhr
Lieber Stefan_030,

schön, dass Sie unser allianzhilft-Forum für Ihre Produktanfragen nutzen.
Gern helfe ich Ihnen weiter:

Stürzt ein Baum bei einem Unwetter auf das Grundstück des Nachbarn, müssen Sie als der Besitzer nicht unbedingt für Schäden bezahlen. War es ein gesunder Baum, dann handelt es sich um einen Fall von höherer Gewalt und der Nachbar trägt den Schaden selbst. Er kann sich hier nur selbst gegen Sturmschäden versichern.

Wichtig hierbei ist, dass Sie als Grundstückseigentümer dafür sorgen müssen, krankhafte und morsche Bäume fachgerecht zu entsorgen, damit diese nicht bei stärkerem Wind Schäden verursachen.

Für weitere Rückfragen hierzu wenden Sie sich gern wieder an mich.

Freundliche Grüße und eine Schöne Woche, Agnes
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2016-09-16T20:13:34Z
  • Freitag, 16.09.2016 um 22:13 Uhr
"Schäden an Haus, Garten und Garagen können von Versicherungen übernommen werden, wenn in der Police der Wohngebäudeversicherung alle externen Hausteile mit aufgenommen wurden und auch Sturm- und Hagelschäden inbegriffen sind. Für Schäden im Hausinneren oder Schäden an Glasscheiben ist – wenn ein Versicherungsfall nachgewiesen werden kann – die Hausratversicherung zuständig. Überflutete Keller hingegen sind – wenn die Police so abgeschlossen wurde – im Rahmen einer Elementarschadenzusatzversicherung abgedeckt."

Quelle: XXXXXXXX

Ist das so korrekt? Was heißt das in dem oben beschriebenen Fall konkret?
Richtige Antwort
2016-09-17T10:05:08Z
  • Samstag, 17.09.2016 um 12:05 Uhr
Hallo superbayer,

gern erkläre ich es Ihnen genauer.

Fällt bei einem Unwetter oder Sturm ein Baum auf das Nachbargrundstück, muss nicht unbedingt der Besitzer des Baumes dafür aufkommen. Denn war es ein gesunder Baum, der stabil stand und hat der Besitzer ihn regelmäßig auf Schäden kontrolliert, ist also seiner Verkehrssicherungspflicht als Eigentümer nachgekommen, handelt es sich hier um einen Fall von höherer Gewalt. Dann muss die Versicherung des geschädigten Nachbarn den Schaden übernehmen. Voraussetzung ist, der Nachbar hat sich gegen Sturmschäden abgesichert. Auch Folgeschäden sind meist mitversichert, zum Beispiel wenn durch ein abgedecktes Dach Regenwasser ins Haus eindringt und Wände oder Decken beschädigt. Die Versicherung übernimmt die Kosten, die der Eigentümer braucht, um das Haus nach einem Sturm wieder instand zu setzen.

Um einen Sturm handelt es sich für die Versicherungen ab Windstärke 8. Die Versicherung zahlt hier auch für die Freiräumung der Schadenstelle, denn so sollen Reparaturen ermöglicht werden. Die Kosten für den Abtransport des Baumes sind dagegen nicht immer mitversichert. Hausbesitzer sollten hier für den Fall des Falles ihren Vertrag kontrollieren.

Der Baumbesitzer ist allerdings haftbar, wenn der Baum morsch, krank oder schwach war. Drohen Äste abzubrechen oder ist das Wurzelwerk nicht mehr tragfähig, muss der Besitzer handeln und einem Schaden durch einen Sturm oder ein Unwetter vorbeugen. Ist der Baum krank oder alt und fällt deshalb im Sturm, kommt die Wohngebäudeversicherung des Geschädigten für den Schaden auf. Meistens wird diese dann versuchen, das Geld vom Baumbesitzer oder dessen privater Haftpflichtversicherung bzw. Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zurückzubekommen. Besitzt der Geschädigte keine Wohngebäudeversicherung, so muss er sich direkt an den Baumbesitzer wenden. Hier kommt dann die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung des Baumbesitzers in Spiel.

Fällt der Baum auf das Haus des Baumbesitzers, so kommt auch hier die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Zu beachten ist hier: Hat der Baumbesitzer die Verkehrssicherungspflicht verletzt, also den Baum nicht regelmäßig auf Schäden kontrolliert, kann die Versicherung die Entschädigungsleistung kürzen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort hilft. Wenn nicht, melden Sie sich bitte einfach wieder.

Schöne Grüße und ein hoffentlich nicht ganz verregnetes Wochenende

Corny
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