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Susi

Diese zehn Frauen haben die Welt verändert

Als Politikerin, Forscherin oder Naturwissenschaftlerin, als Flugpionierin, Unternehmerin oder Friedensaktivistin: Frauen haben in vielen Rollen die Geschichte beeinflusst und Menschen mit ihren Taten inspiriert. Wir stellen zehn dieser besonderen Frauen vor.


Katharina die Große, Zarin

Katharina die Große war die wohl mächtigste Frau ihrer Zeit. In den 34 Jahren ihrer Amtszeit als Zarin gelang es ihr, dem riesigen russischen Reich eine Verwaltung zu geben und das Bildungswesen zu reformieren. Sie hat Russland zu einem moderneren Land gemacht. Auch außenpolitisch übernahm Russland unter Katharina Verantwortung und vermittelte unter anderem im Bayerischen Erbfolgekrieg. Der Respekt vor ihrer Leistung zeigt sich dadurch, dass sie als einzige Herrscherin überhaupt von der Geschichtsschreibung den Beinamen „die Große“ erhielt.


Bertha von Suttner, Friedensaktivistin

Bertha von Suttner ist eine der zentralen Personen der Friedensbewegung Ende des 19. Jahrhunderts. Ihr wichtigstes Werk ist das Buch "Die Waffen nieder!" Es erschien 1889. In dem Buch schreibt die Autorin in Romanform über das Leben einer Frau, die vier Kriege erlebt. Ende der 1890er-Jahre begann Bertha von Suttner, sich politisch in der internationalen Friedensbewegung zu engagieren. Sie kannte Alfred Nobel gut und soll ihn mit inspiriert haben, den Friedensnobelpreis zu stiften. 1905 erhielt sie als erste Frau überhaupt den Friedensnobelpreis. 1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, starb Bertha von Suttner in Wien.


Bertha Benz, Autopionierin

Rund hundert Kilometer sind es von Mannheim nach Pforzheim. Nach heutigen Maßstäben ist das mit dem Auto kein weiter Weg. 1888 war es noch einer. In diesem Jahr bestieg Bertha Benz mit ihren Söhnen den Benz Patent-Motorwagen Nummer drei und fuhr diese Strecke. Das war eine unerhörte Pioniertat: Die frühen Automobile legten bei Testfahrten meist nur sehr kurze Wege zurück. Bertha Benz bewies mit ihrer Fahrt, dass Autos als Reisefahrzeuge taugten, und verhalf ihnen damit zum Durchbruch.


Coco Chanel, Unternehmerin

Coco Chanel war nicht nur eine außergewöhnliche Modemacherin. Sie war auch eine erfolgreiche Unternehmerin in einer Zeit, als große Firmen fast ausschließlich von Männern gegründet und geführt wurden. Mit Ende zwanzig eröffnete sie 1911 in Paris ihr erstes Modehaus. In den folgenden Jahren kamen eine Boutique im Seebad Deauville sowie weitere Modesalons in der französischen Hauptstadt und in Biarritz dazu. 1916 beschäftigte Chanel schon 300 Näherinnen, 1936 war sie Chefin von mehr als 4.000 Angestellten und galt zeitweilig als reichste Frau der Welt. Berühmte Kreationen wie ihr „kleines Schwarzes“ haben die Mode nachhaltig verändert. 1971 starb Coco Chanel mit 87 Jahren in ihrer Suite im Hotel Ritz in Paris. 


Alexandra Kollontai, Politikerin

Revolutionärin, Feministin, Sozialistin, Ministerin, Diplomatin: Alexandra Kollontai hat in vielen Rollen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Russland und der Welt gewirkt. Sie gilt als erste Frau der Welt, die ein Ministeramt innehatte. 1917 wurde sie "Volkskommissarin für soziale Fürsorge". In Deutschland durften Frauen zu dieser Zeit noch nicht einmal wählen. Als Volkskommissarin verbesserte sie unter anderem den Mutterschutz, kämpfte für ein Recht der Frau auf Schwangerschaftsabbruch und lockerte das Eherecht. 1923 wurde sie als erste Frau als Diplomatin akkreditiert. Als Gesandte der Sowjetunion ging sie zunächst nach Norwegen, später nach Mexiko und Schweden. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich Alexandra Kollontai aus dem öffentlichen Leben zurück. Sie starb 1952 in der Nähe von Moskau.


Amelia Earhart, Flugpionierin

Als Amelia Earhart 1928 als erste Frau den Atlantik in einem Flugzeug überquerte, wurde sie auf einen Schlag weltweit bekannt – obwohl sie gar nicht selbst geflogen war. Eine Frau mit ihrem Ehrgeiz, die selbst Pilotin war und mit Mitte zwanzig ihr eigenes Flugzeug besaß, konnte es dabei nicht bewenden lassen. Deshalb steuerte Earhart 1932 selbst ein Flugzeug von Neufundland nach Europa. 1935 flog sie als erster Mensch allein über einen Teil des Pazifiks. Bei ihrem Versuch, in mehreren Etappen die Erde am Äquator zu umrunden, verunglückte sie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Bis heute ist Amelia Earhart in den USA sehr populär und inspiriert Frauen, unbeirrt ihren Weg zu gehen.


Marie Curie, Naturwissenschaftlerin

Marie Curie wurde 1867 in Polen geboren und ging 1891 zum Studieren nach Paris. Sie entdeckte die Elemente Radium und Polonium, forschte über verschiedene Arten von Strahlung und deren Wirkung und prägte den Begriff Radioaktivität. Als erste Frau überhaupt durfte sie an der Universität Sorbonne unterrichten. Für ihre Forschungen erhielt Curie 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie. Diese doppelte Ehrung wurde niemand anderem zuteil.


Mutter Teresa, Ordensschwester

Der Legende nach fuhr Mutter Teresa 1946 durch das indische Kalkutta und verspürte beim Anblick eines Kruzifixes die Berufung, armen Menschen zu helfen. 1950 gründete sie den Frauenorden "Missionarinnen der Nächstenliebe". Er kümmert sich um Schwerkranke, Obdachlose und Kinder. Heute ist der Orden in über 100 Ländern aktiv und unterhält mehrere Hundert Häuser. 1979 erhielt Mutter Teresa für ihr Engagement den Friedensnobelpreis. 2003, sechs Jahre nach ihrem Tod, wurde sie von Papst Johannes Paul II. für ihre Arbeit für arme und benachteiligte Menschen seliggesprochen.


Rosa Parks, Bürgerrechtlerin

Bis weit in die 50er- Jahre hinein wurden Schwarze in Teilen der Vereinigten Staaten öffentlich diskriminiert. In der Kleinstadt Montgomery in Alabama zum Beispiel waren in Bussen die ersten vier Reihen für weiße Fahrgäste reserviert. Nur wenn in einer Reihe kein Weißer saß, durfte sich ein schwarzer Passagier dort hinsetzen. Am 1. Dezember 1955 aber weigerte sich Rosa Parks , ihren Platz zu räumen. Der Busfahrer rief die Polizei, Rosa Parks wurde verhaftet. Der Vorgang löste den Montgomery Bus Boycott aus, bei dem Bürger der Stadt knapp ein Jahr lang öffentliche Verkehrsmittel mieden. Die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King bekam so mehr und mehr Zulauf und erreichte schließlich die Verabschiedung des Civil Rights Act 1964. Rosa Parks trug so dazu bei, die staatliche Diskriminierung in den USA abzuschaffen.


Angela Merkel, Politikerin

Angela Merkel wurde 1954 in Hamburg geboren und ist in Brandenburg aufgewachsen. Sie studierte in Leipzig Physik und arbeitete danach an der "Akademie der Wissenschaften" in der DDR. In der Wendezeit begann Angela Merkel politisch zu arbeiten und trat 1990 der CDU bei. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied des Deutschen Bundestags und 1991 Bundesministerin für Frauen und Jugend. Nach der Wahl 1994 übernahm sie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das sie nach dem Regierungswechsel 1998 aufgeben musste. In den Oppositionsjahren von 1998 bis 2005 arbeitete Merkel sich in der CDU nach oben, wurde 2000 Parteivorsitzende und 2005 Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl. 2005 wurde Angela Merkel schließlich die erste deutsche Bundeskanzlerin und gehört heute zu den einflussreichsten Politikerinnen der Welt.



Wichtige Meilensteine der Frauengeschichte

 

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