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Susi

Aus der Bahn geworfen - Protokoll

Ein Auffahrunfall im Berufsverkehr setzte der Karriere von Maren H. ein jähes Ende. Weil die Ärzte im Krankenhaus eine Verletzung übersahen, entging die Kommunikationsdesignerin ein paar Monate später nur knapp dem Tod – und wurde mit 34 Jahren berufsunfähig.

Bevor Maren H. den Flug nach Florida buchte, ließ sie den Stapel ihrer Krankenberichte ins Englische übersetzen. „Es leben so viele Rentner in Miami, da wird die ärztliche Versorgung nicht so schlecht sein“, sagte die Kommunikationsdesignerin, wenn wieder einmal eine Freundin ihr die Reise auszureden versuchte.

Mit ihrem Mann den Sandstrand von Sanibel Island entlangzuspazieren, den Sonnenuntergang über dem Golf von Mexiko zu genießen, das war ihr großer Traum. Ein Traum, der ziemlich abenteuerlich schien. Denn genau ein Jahr zuvor war Maren H. nur knapp dem Tod entkommen. Die Folgen machen ihr das Leben bis heute schwer.

„Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände“, sagt die 40-Jährige. Am 17. April 2007, morgens im Berufsverkehr, scherte an einer Haltestelle ein Bus vor ihr aus. Sie bremste, der Wagen hinter ihr fuhr ihr mit fünfzig Stundenkilometern auf. Im Krankenhaus erkannten die Ärzte keine schweren Verletzungen, Maren H. durfte nach Hause gehen. 

„Mir wurde der Boden weggezogen. Meine Arbeit war alles für mich.“

Dass sie bei dem Unfall einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte und ein Gleichgewichtsorgan beschädigt war, stellte sich erst Wochen später heraus, weil ihr ständig schwindelig war. „Der Schwindel hat wiederum dazu geführt, dass ich keine Krankengymnastik machen konnte“, sagt Maren H. „Ich habe mich kaum noch bewegt.“ Zu weiteren Untersuchungen lag sie im Sommer 2007 zwei Wochen im Krankenhaus. Dass irgendwann ein Bein zu schmerzen begann, spürte sie nicht, weil sie starke Medikamente nahm.

Als Maren H. ein halbes Jahr nach dem Unfall in die Notaufnahme eingeliefert wurde, hatten die Ärzte nicht mehr viel Zeit – aus einer unbemerkten Thromobose war eine Lungenembolie geworden. „In einem Stadium, das fast niemand überlebt“, sagt Maren H. Es klingt, als sei sie heute noch erstaunt darüber, dass sie mit dem Leben davongekommen ist. 

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