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klamoessi

Einmalzahlung aus Rückdeckungsversicherung Klassik (u-kasse)

Meine Frage ist ... muss ich aus meinen durch Gehaltsverzicht angesparten Beträgen (mit kleinem Zuschuss durch Arbeitgeber), wenn ich die Einmalauszahlung wähle, Steuer und Sozialversicherung bezahlen ?

Wäre toll wenn ich Hilfe und eine Auskunft bekommen würde !

Richtige Antwort
2015-02-05T14:33:09Z
  • Donnerstag, 05.02.2015 um 15:33 Uhr
Hallo Klamoessi,

hier die Antwort unserer Spezialisten.

Handelt es sich bei Ihrem beschriebenen Vertrag um eine Rückdeckungsversicherung Unterstützungskasse, so erfolgt die Auszahlung an den Arbeitgeber, über den Sie die Anwartschaften zu Ihrer Rückdeckungsversicherung erworben haben.
Über Ihren Arbeitgeber erfolgen die Besteuerung des Kapitals, sowie die Besteuerung Ihres Arbeitslohnes mit Ihrem persönlichen Steuersatz und den Sozialabgaben.

Bei einer Direktversicherung ist die Versteuerung vom Vertragsbeginn abhängig:

Ist der Vertragsbeginn vor 2005, erfolgt eine Pauschalversteuerung von 20 Prozent der eingezahlten Beiträge. Liegt Auszahlung innerhalb der ersten 12 Versicherungsjahre wird zusätzlich die Kapitalertragsteuer und der Solidaritätszuschlag zum Abzug gebracht. Nach einer Laufzeit von 12 Jahren ist die Auszahlung steuerfrei.

Bei einem Vertragsabschluss ab 2005 mindert die Einzahlung Ihren zu versteuernden Arbeitsloslohn und erfolgt steuerfrei. Die Versteuerung findet bei Auszahlung nachgelagert mit Ihrem persönlichen Steuersatz statt.
Zusätzlich müssen auf die vom Arbeitgeber entrichteten Beiträge Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden, sofern Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Beste Grüße

Sebastian
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5 weitere Kommentare
2015-02-03T16:20:12Z
  • Dienstag, 03.02.2015 um 17:20 Uhr
Hallo klamoessi,

vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer interessanten Frage an unser Forum wenden.

Wenn Sie sehr schnell eine Antwort benötigen, können sie die zuständigen Kollegen unter 08004100104 Mo-Fr 8-20 Uhr erreichen.

Außerdem habe die Frage an die Kollege weitergeleitet und werde Ihnen so schnell wie möglich im Forum antworten.

Beste Grüße
Günter
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2015-02-03T16:36:42Z
  • Dienstag, 03.02.2015 um 17:36 Uhr
Hallo klamoessi,

Was Sie "Gehaltsverzicht" nennen, nennt das Gesetz "Entgeltumwandlung" und dafür kommen zwei §§ des Einkommensteuergesetzes infrage. : Genaueres kann ich sagen, wenn ich weiß, WANN Sie den Vertrag geschlossen haben. Bitte nennen Sie mir das Jahr, möglichst (steht im Papierkram) auch die steuerliche Förderung: bitte nach §§ 40 b oder 3. Nr. 63 jeweils EStG suchen; besser: Ihren Berater fragen.

FALLS der Abschluss, genauer die (U-Kasse) Unterstützungskassen-Zusage des Arbeitgebers, NACH 1.1.2005 erfolgte, reduziert sich das "Detektivspiel" auf einen § (§ 3 Nr. 63 EStG). Daraus und aus anderen Folge-§§ gilt:

Einzahlung: steuer- und (SV)=>) sozialabgabenfrei.
Leistung: steuer- und SV-pflichtig.

Steuer:
Also erhöht die Kapitalleistung (Einmalauszahlung) im betreffenden Steuerjahr ihr Einkommen entsprechend. Richtig blöd wäre das, wenn Sie zum 1. Dezember in Rente gingen. Zusätzlich zu den 11 Monatsgehältern (Januar bis November) käme dann noch der Batzen aus der U-Kasse. In dem Falle: Die Auszahlung möglichst um zwei Monate auf das Folgejahr verschieben (genaueres wäre - hier verbotene - Steuerberatung).

Sozialversicherung:
Als (dann) Rentner müssen Sie auf die Einmalzahlung auch Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung abführen. Ob das konkret auf Sie zutritt, kann nur Ihre Krankenkasse beurteilen, falls Sie gesetzlich krankenversichert sind. Bitte dort fragen, denn es geht um Ihren SV-Status "Pflichtversicherter" (Faustformel: Gehalt war i.d.R. dauerhaft UNTER etwa 4.000 Euro brutto) oder als "freiwillig Versicherter" ...Gehalt über 4.000 Euro. Dies nur sehr, sehr grob erläutert!

Falls Sie zahlen müssten, rechnet die Krankenkasse so; gleich mal mit Zahlenbeispiel:

Die Einmalzahlung von (Beispiel:) 120.000 Euro wird durch 120 geteilt = 1.000 Euro würden Ihnen für 10 Jahre als monatliches Zusatz-Renteneinkommen zugerechnet. Darauf den Kranken- und Pflegevers.-Beitrag von zzt. etwa 15,5 Prozent + ca. 2 Prozent Pflege . Sie zahlten also zehn Jahre lang etwa 175 Euro Kassenbeitrag pro Monat. Das Genaue sagt Ihnen Ihre Krankenkasse.

Privatversichert?
Als privat Krankenversicherter müssen Sie KEINEN Zusatzbeitrag abführen.

Grüße!

Markus Rieksmeier
2015-02-03T16:42:40Z
  • Dienstag, 03.02.2015 um 17:42 Uhr
Wie immer, top Antwort! Danke, Herr Rieksmeier.

Liebe Grüße
Conny
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Richtige Antwort
2015-02-05T14:33:09Z
  • Donnerstag, 05.02.2015 um 15:33 Uhr
Hallo Klamoessi,

hier die Antwort unserer Spezialisten.

Handelt es sich bei Ihrem beschriebenen Vertrag um eine Rückdeckungsversicherung Unterstützungskasse, so erfolgt die Auszahlung an den Arbeitgeber, über den Sie die Anwartschaften zu Ihrer Rückdeckungsversicherung erworben haben.
Über Ihren Arbeitgeber erfolgen die Besteuerung des Kapitals, sowie die Besteuerung Ihres Arbeitslohnes mit Ihrem persönlichen Steuersatz und den Sozialabgaben.

Bei einer Direktversicherung ist die Versteuerung vom Vertragsbeginn abhängig:

Ist der Vertragsbeginn vor 2005, erfolgt eine Pauschalversteuerung von 20 Prozent der eingezahlten Beiträge. Liegt Auszahlung innerhalb der ersten 12 Versicherungsjahre wird zusätzlich die Kapitalertragsteuer und der Solidaritätszuschlag zum Abzug gebracht. Nach einer Laufzeit von 12 Jahren ist die Auszahlung steuerfrei.

Bei einem Vertragsabschluss ab 2005 mindert die Einzahlung Ihren zu versteuernden Arbeitsloslohn und erfolgt steuerfrei. Die Versteuerung findet bei Auszahlung nachgelagert mit Ihrem persönlichen Steuersatz statt.
Zusätzlich müssen auf die vom Arbeitgeber entrichteten Beiträge Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden, sofern Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Beste Grüße

Sebastian
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2015-02-05T15:20:11Z
  • Donnerstag, 05.02.2015 um 16:20 Uhr
Vielen Dank an ALLE. Ich prüfe die Vertragsdetails und würde mich dann ggf. wieder melden.

Tolles Forum und noch mal vielen Dank !
2015-02-05T15:31:12Z
  • Donnerstag, 05.02.2015 um 16:31 Uhr
Es freut uns wenn wir Ihnen helfen konnten, klamoessi.

Wenn noch mal Fragen sind, freuen wir uns auch wieder von Ihnen zu lesen.

Freundliche Grüße
Carolin
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