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Hendrike

BU Rente + Teilzeit Arbeit in einem anderen Beruf

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich hätte eine Frage bezüglich einem Zuverdienstes in Teilzeit zur BU Rente.


Wenn man eine BU Rente bezieht und in Teilzeit eine anderen Beruf ausüben möchte, worauf basiert dann der mögliche Zuverdienst? (weniger als 80% des alten Verdienstes)


Wird sich auf den TATSÄCHLICHEN Zuverdienst bezogen, der erzielt wird, oder darauf, was man in diesem Beruf in Vollzeit verdienen KÖNNTE?


Danke für die Hilfe.




Richtige Antwort
2022-01-12T06:30:51Z
  • Mittwoch, 12.01.2022 um 07:30 Uhr
  • zuletzt editiert von Ines.
Guten Morgen Hendrike,


wenn Sie eine Leistung wegen Berufsunfähigkeit erhalten und eine neue Erwerbstätigkeit aufnehmen, dann sind Sie zunächst vertraglich verpflichtet, das dem Versicherer anzuzeigen. Er ist berechtigt ein sogenanntes Nachprüfungsverfahren durchzuführen, dass dazu dient, nachzuprüfen, ob die bedingungsgemäßen Leistungsvoraussetzungen weiter vorliegen. Dabei wird geschaut, ob sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat und falls nicht, ob Sie jetzt eine Tätigkeit ausüben, die der Lebensstellung Ihres alten Berufes in gesunden Tagen entspricht. 


Ist die sogenannte "konkrete Verweisung" versichert, wird dann der "konkrete" neue Beruf angeschaut, so wie er tatsächlich ausgestaltet ist. Eine Hochrechnung auf Vollzeit erfolgt bei einer Teilzeittätigkeit somit nicht. 


Anders ist es, wenn (bei älteren Verträgen) nur "abstrakte Verweisbarkeit" versichert ist. Auch hier wird der Versicherer zusätzlich prüfen, ob Sie zum Zeitpunkt der Nachprüfung aufgrund einer gesundheitlichen Verbesserung Ihren alten Beruf wieder ausüben können. Ist dies trotz gesundheitlicher Besserung nicht möglich, wird geprüft, ob Sie einen neuen Beruf, der Ihrer alten Lebensstellung entspricht, ausüben können. Haben Sie nun eine Teilzeittätigkeit aufgenommen, liegt es nahe, dass man sich anschaut, ob es Ihnen gesundheitlich zumutbar ist, diese Tätigkeit auch in Vollzeit auszuüben. Ist dies möglich, wird man der Vergleichsbetrachtung zwischen neuem und alten Beruf auch das "abstrakte", hochgerechnete Einkommen zugrunde legen.


Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter. Wenn noch Fragen dazu sind, haken Sie gerne nach.


Beste Grüße

Jürgen.

2 Kommentare
2022-01-11T20:25:07Z
  • Dienstag, 11.01.2022 um 21:25 Uhr

Hallo Hendrike, 


vielen Dank für Ihre Anfrage. 


Die Berufsunfähigkeit ist eines der größten existenziellen Lebensrisiken: Falls Sie berufsunfähig erkranken und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, entstehen meist finanzielle Engpässe – die gesetzliche Erwerbsminderungsrente allein bietet häufig unzureichenden Schutz.


Aktuell habe ich nicht die Antwort zu Ihrer Frage parat. Ich werde mich jedoch für Sie schlau machen und umgehend zurückmelden, sobald ich etwas für Sie in Erfahrung bringen kann. Das gleiche gilt, sollten wir zur Beantwortung noch weitere Informationen von Ihnen benötigen. 


Alternativ können Sie sich zwischenzeitlich direkt an unsere zuständigen Kolleg:innen wenden. Diese erreichen Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4100 104, Mo - Fr 8 - 20 Uhr. 


Beste Grüße

Franzi

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Richtige Antwort
2022-01-12T06:30:51Z
  • Mittwoch, 12.01.2022 um 07:30 Uhr
  • zuletzt editiert von Ines.
Guten Morgen Hendrike,


wenn Sie eine Leistung wegen Berufsunfähigkeit erhalten und eine neue Erwerbstätigkeit aufnehmen, dann sind Sie zunächst vertraglich verpflichtet, das dem Versicherer anzuzeigen. Er ist berechtigt ein sogenanntes Nachprüfungsverfahren durchzuführen, dass dazu dient, nachzuprüfen, ob die bedingungsgemäßen Leistungsvoraussetzungen weiter vorliegen. Dabei wird geschaut, ob sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat und falls nicht, ob Sie jetzt eine Tätigkeit ausüben, die der Lebensstellung Ihres alten Berufes in gesunden Tagen entspricht. 


Ist die sogenannte "konkrete Verweisung" versichert, wird dann der "konkrete" neue Beruf angeschaut, so wie er tatsächlich ausgestaltet ist. Eine Hochrechnung auf Vollzeit erfolgt bei einer Teilzeittätigkeit somit nicht. 


Anders ist es, wenn (bei älteren Verträgen) nur "abstrakte Verweisbarkeit" versichert ist. Auch hier wird der Versicherer zusätzlich prüfen, ob Sie zum Zeitpunkt der Nachprüfung aufgrund einer gesundheitlichen Verbesserung Ihren alten Beruf wieder ausüben können. Ist dies trotz gesundheitlicher Besserung nicht möglich, wird geprüft, ob Sie einen neuen Beruf, der Ihrer alten Lebensstellung entspricht, ausüben können. Haben Sie nun eine Teilzeittätigkeit aufgenommen, liegt es nahe, dass man sich anschaut, ob es Ihnen gesundheitlich zumutbar ist, diese Tätigkeit auch in Vollzeit auszuüben. Ist dies möglich, wird man der Vergleichsbetrachtung zwischen neuem und alten Beruf auch das "abstrakte", hochgerechnete Einkommen zugrunde legen.


Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter. Wenn noch Fragen dazu sind, haken Sie gerne nach.


Beste Grüße

Jürgen.

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