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hannah_91

Wie kann ich einen Krankheitsverdacht bei einer BU angeben.

Ich möchte eine BU-Versicherung abschließen.

ich habe quasi keine Vorerkrankung jedoch meinte mein Zahnarzt ich könne mal zum HNO Arzt gehen wegen "chronischer Sinusitis" Verdacht.

Der HNO-Arzt meinte ich könnte ins MRT und hat mir eine Überweisung ausgestellt, jedoch gesagt ich müsse das nur machen, wenn ich wolle.

Nun habe ich es nicht gemacht und mir geht es auch gut (bin nie krank).


Muss ich einen Verdacht angeben?

Wenn ja wie?

irgendwie klappt das nicht wenn ich mir die Versicherungs zusammenstellen will, da ich keine Dauer der Krankheit angeben kann.


Hat so etwas überhaupt Einfluss auf die BU?

8 Kommentare
2019-09-26T05:17:09Z
  • Donnerstag, 26.09.2019 um 07:17 Uhr

Hallo hannah_91,


gut, dass Sie fragen. Die richtige und vollständige Beantwortung der Antragsfragen ist eine wichtige Angelegenheit, da Falschangaben später im Leistungsfall zu ernsten Problemen führen können.

   

Bitte beantworten Sie jeder gestellte Frage richtig und erschöpfend. Denken Sie nicht darüber nach, ob Sie etwas angeben müssen oder nicht - geben Sie alles an (es sei denn, es steht ausdrücklich da, dass Sie etwas nicht angeben müssen).

   

In Ihrem Fall ist selbstverständlich die Frage nach den Arztbesuchen in den letzten 5 Jahren mit JA zu beantworten. Wenn Sie eine chronische Sinusitis hatten, dann geben Sie die bitte dort an. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Ihr Arzt diagnostiziert hat, fragen Sie ihn oder bitten Sie Ihre Krankenkasse um einen Ausdruck Ihres Krankheitsverlaufes. Dort finden Sie nochmal alle abgerechneten Behandlungen und die dazugehörigen Diagnosen.

    

Wenn Sie gesundheitliche Probleme hatten, die Sie dazu veranlasst haben, zum Arzt zu gehen, dann sind diese irgendwann erstmalig aufgetreten und wenn diese heute nicht mehr bestehen, dann waren sie irgendwann weg. Der Zeitraum dazwischen ist die Dauer der Krankheit. Mir ist klar, dass man das nicht immer auf den Tag genau sagen kann - grenzen Sie es bitte so genau ein wie möglich.


Sollten Sie im Online-Antrag nicht "durchkommen" oder Sie sind sich nicht sicher, wie Sie eine Frage beantworten sollen, dann wenden Sie sich bitte an eine Allianzagentur in Ihrer Nähe. Die Kolleginnen und Kollegen dort beraten Sie gern. Im Übrigen kostet Sie der Beratungsservice nichts extra. Mein Tipp: Nutzen Sie das und lassen Sie sich zum Thema rundum beraten. Das Thema ist existenziell wichtig. Da sollte man sich absolut sicher sein...


Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.


Beste Grüße

Jürgen.

2019-09-26T08:19:39Z
  • Donnerstag, 26.09.2019 um 10:19 Uhr
Erstmal vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort.


"Leider" hatte ich noch gar keine Beschwerden. Klar ich hatte immer mal wieder Schnupfen im Winter, wie jeder andere. War aber deswegen nicht in Behandlung oder hatte Krankheitstage.


Der einzige Grund warum ich beim HNO-Arzt war, weil der Zahnarzt meinte es könnte sein, dass da was ist (Röntgenbild). Der HNO-Arzt hat (im März) gemeint, da ist eher nichts, aber er kann mir ja mal eine MRT-Überweisung geben wo draufsteht: Verdacht auf Sinusitis max chronica.


Da es mir den ganzen Sommer gut ginge, habe ich natürlich darauf verzichtet ein MRT zu machen.


Krankheitsdauer wäre also 0 Tage, da ich nie krank war, denn gerade im Winter davor (18/19) hatte ich wirklich nie Schnupfen. Oder wie lange sollte man das aufschreiben? 1 Tag, für den Tag an dem ich da war?

Ist ein Verdacht eine Diagnose? Krankheitsverlauf ist glaube ich schwierig bei der KK zu erfragen, die kennen ja nur den einen Termin zur Kontrolle.


Kann es mir denn nachteilig angerechnet werden, dass ich das MRT nicht gemacht habe? Wird mir später dann gesagt ich hätte es machen müssen, damit der Verdacht bestätigt/fallen gelassen wird?


Im Prinzip war das ja nur ein Service vom HNO-Arzt mit der Überweisung, die medizinisch möglich, aber auf garkeinen Fall notwendig ist (hat er ja sogar selbst gesagt).


Das Problem, wenn ich mich beraten lasse ist aber, dass die Allianz dann ja davon weiß und es mir dann auf alle Fälle negativ angerechnet wird.


Mit freundlichen Grüßen

Hannah Schmidt

2019-09-26T08:32:11Z
  • Donnerstag, 26.09.2019 um 10:32 Uhr
Hallo hannah_91,

tatsächlich ist es so, wie es Jürgen schon sagte, eine Beratung ist hier tatsächlich die beste Alternative. Auf diese Fragen kann bei eben dieser Beratung im Detail eingegangen werden.

Eine Allianzvertretung vor Ort finden Sie bequem unter dem folgenden Link:

www.allianz.de/agentursuche

Ich bin mir sicher, dass Jürgen hierzu dennoch noch einmal schaut, ob er ein paar Worte sagen kann.

Beste Grüße
Sebastian
Wie hilfreich finden Sie diese Antwort?
2019-09-26T09:49:02Z
  • Donnerstag, 26.09.2019 um 11:49 Uhr

Liebe Frau Schmidt,


wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie die Sorge, dass Sie sich durch eine Beratung die Entscheidungsoption nehmen, eine Erkrankung doch nicht anzugeben, weil der Versicherer diese ja dann bereits kennt. Das ist so. Allerdings ist es ohnehin nicht empfehlenswert, diese Option in Betracht zu ziehen. Denn spätestens in der Leistungsprüfung erfährt der Versicherer meistens, dass Sie bei der Antragstellung nicht ganz ehrlich waren und je nach Schwere und Verschuldensgrad kann das dann im schlimmsten Fall zum Verlust des Versicherungsschutzes und Ihrer bis dahin gezahlten Beiträge führen.

   

In Ihrem Fall wird der HNO-Arzt seine Behandlung bei Ihrer Krankenkasse abgerechnet haben. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, welche Diagnose er dazu festgestellt hat, lassen Sie sich einfach mal von Ihrer Kasse Ihren Krankheitsverlauf der letzten 10 Jahre zuschicken. Den sollten Sie am besten dann gleich mit zum Beratungstermin bei Ihrer Allianzagentur nehmen.

   

Unabhängig davon, können Sie dort auch eine anonyme Voranfrage stellen lassen, so dass Sie bereits im Vorfeld wissen, wie eine bestimmte Krankheit bei Antragstellung  bewertet werden würde.

   

Bei weiteren Unklarheiten haken Sie gerne nach  


Beste Grüße

Jürgen.

2019-09-26T12:54:28Z
  • Donnerstag, 26.09.2019 um 14:54 Uhr
Okay.


Vielen Dank für die abermals ausführliche Antwort.

Ich möchte natürlich nichts verschweigen, aber ich möchte auch nicht mehr angeben als notwendig bzw. dass da mehr draus verstanden wird als es ist. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass wenn einmal etwas falsch verstanden ist, man ewig hin und her machen muss, um den Fehler auszubügeln.


Ich habe nun von meiner Krankenkasse alle ärztlichen Diagnose mir aufstellen lassen. 10 Jahre ging zwar nicht, aber soweit es ging.


Ich gehe davon aus, dass es reicht alle festgestellten Diagnose der Ärzte anzugeben oder muss ich zusätzlich den Ärzten nochmal nach spionieren und jede handgeschriebene Notiz anfragen, Daten auf Überweisungsscheine durchgehen, falls etwas nicht in den Diagnosen direkt aufgeführt ist?


LG

Hannah

2019-09-27T05:14:54Z
  • Freitag, 27.09.2019 um 07:14 Uhr

Liebe Frau Schmidt,

           

das verstehe ich. Mehr als Notwendig müssen Sie natürlich nichts angeben. Notwendig ist alles, wonach wir gefragt haben und das lückenlos.  Es ist auch besser, missverständliche Sachverhalte vor Vertragsabschluss zu klären, als die Diskussion dann im Leistungsfall führen zu müssen.  

           

Selbstverständlich müssen Sie niemandem "nach spionieren". Wenn Sie alle Umstände wahrheitsgemäß angeben, die Sie wissen und sogar mit der Krankenkassenauskunft "auf Nummer Sicher" gegangen sind, wird ihnen niemand vorwerfen können, dass Sie vorsätzlich oder gar arglistig irgendetwas verschwiegen haben.

           

Beste Grüße

Jürgen.

   


2019-09-27T08:43:17Z
  • Freitag, 27.09.2019 um 10:43 Uhr
Vielen Dank für ihre Geduld und ihre Präzision.


Ich hoffe, dass auch andere von den gegebenen Antworten profitieren können.


LG

Hannah

2019-09-27T08:59:33Z
  • Freitag, 27.09.2019 um 10:59 Uhr

Sehr gerne   😊

   

Beste Grüße

Jürgen.

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