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Daniel König

BU Invest in Dienstunfähigkeitsversicherung umwandeln

Ich habe als Schreiner eine BU Invest bei Ihnen abgeschlossen. 


Jetzt habe ich mich beruflich verändert und bin ab September Beamter suf Widerruf im Nichttechnischen Dienst.


Kann man meine BU in eine Dienstunfähigkeitsversicherung umwandeln bzw. was würden Sie mir grundsätzlich empfehlen 

Richtige Antwort
2018-08-20T07:48:41Z
  • Montag, 20.08.2018 um 09:48 Uhr
Hallo Daniel König,
         
wie Herr Borchardt richtig feststellt, bietet die Allianz derzeit keine Dienstunfähigkeitsklausel mehr an. Anders als er, sehen wir in einer solchen Klausel bei Dienstunfähigkeit nach den Voraussetzungen des Bundesbeamtengesetzes keine wesentlichen Vorteile. Gern erläutere ich Ihnen das etwas ausführlicher:
            
Berufsunfähigkeit im Sinne unserer Bedingungen ist nicht mit Dienstunfähigkeit im Sinne des Bundesbeamtengesetzes vergleichbar.
              
Gemäß Bundesbeamtengesetz ist ein Beamter dienstunfähig, wenn er wegen seines körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung der Dienstpflicht dauernd unfähig ist.
                
Dienstunfähigkeit liegt dagegen nicht vor, wenn der Beamte noch anderweitig verwendbar ist (Versetzung in ein anderes Amt auch bei anderer Laufbahn, Übertragung einer geringwertigen Tätigkeit).
               
Dienstunfähigkeit liegt auch nicht vor, wenn der Beamte das bisherige Amt noch mindestens zur Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllen kann.
              
Nach den Versicherungsbedingungen von Allianz Leben liegt Berufsunfähigkeit von Beginn an vor, wenn der Beamte seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann und er tatsächlich auch keine andere Tätigkeit ausübt, die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.
                   
Die Regelungen aus dem Bundesbeamtengesetz zur Dienstunfähigkeit stellen daher keinen großen Unterschied zu den Regelungen unserer Bedingungen zur Berufsunfähigkeitsvorsorge dar - im Gegenteil:
                
Unsere Versicherungsbedingungen sehen eine vergleichbare Regelung zur anderweitigen Verwendung oder Übertragung einer geringwertigeren Tätigkeit nicht vor. Beamte sind daher in dieser Hinsicht mit der Berufsunfähigkeitsvorsorge von Allianz Leben sogar besser geschützt, als es die Regelungen des Bundesbeamtengesetzes vorsehen.
              
Der wesentliche Unterschied liegt vor allem in der Feststellung der Dienst- bzw. Berufsunfähigkeit:
             
Dienstunfähigkeit im Sinne des Bundesbeamtengesetzes wird durch die zuständige Behörde anhand der gesetzlichen Bestimmungen und einem (Amts)ärztlichen Gutachten festgestellt.
            
Berufsunfähigkeit im Sinne unserer Bedingungen wird durch die verwaltende Gruppe bei Allianz Leben anhand der Versicherungsbedingungen und eines ärztlichen Berichtes zur Berufsunfähigkeit (meist von Ihrem behandelnden Facharzt) und ggf. weiterer medizinischer Unterlagen festgestellt.
            
Ein dienstunfähiger Beamter ist daher in aller Regel auch nach unseren Versicherungsbedingungen berufsunfähig.
                
Ganz wichtig ist der Hinweis, dass man im Detail prüfen muss, ob die Aufgabe bestehenden Versicherungsschutzes in Verbindung mit einem Neuabschluss sinnvoll und vertretbar ist. Dabei sollte mit Sicherheit nicht ausschließlich der Preis im Vordergrund stehen. Insbesondere dann, wenn der Vertrag bereits seit 5 Jahren oder länger besteht, wird Ihnen wohl kaum ein Versicherungsmakler zu einer Kündigung raten. Allerdings hat sich ja möglicherweise mit Ihrem Berufswechsel auch Ihr Einkommen zum positiven weiterentwickelt. In diesem Fall sollten Sie prüfen (lassen) ob Ihr Versicherungsschutz noch hoch genug ist. Ich empfehle Ihnen deshalb, sich für eine qualifizierte Beratung mit einer Agentur Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen.
               
Wenn Sie weitere Fragen haben, haken Sie gerne nach.
             
Beste Grüße
Jürgen.
1 weiterer Kommentar
2018-08-19T17:15:06Z
  • Sonntag, 19.08.2018 um 19:15 Uhr
Guten Tag Herr Daniel König,

die Allianz bietet keine Dienstunfähigkeitsklausel mehr an.  Insofern können Sie Ihre bestehende BU-Versicherung bei der Allianz nicht in eine "Dienstunfähigkeitsversicherung" umwandeln.

Eine Dienstunfähigkeitsklausel in der BU-Versicherung bedeutet, dass die Versetzung in den Ruhestand oder die Entlassung durch den Dienstherrn wegen Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit gilt. Das kann in einem solchen Fall eine wesentliche Erleichterung beim Nachweis der BU bedeuten. Denn der Versicherer verzichtet auf eine eigene Prüfung und schließt sich dem Votum des Amtsarztes an. Eine DU-Klausel kann z.B. so lauten:

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den
Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen
allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Bei der Allianz können Sie die DU-Klausel wie gesagt nicht einschließen. Werden Sie als Beamter berufsunfähig, prüft die Allianz ob die folgenden Voraussetzungen vorliegen:

"ob die versicherte Person

in Folge Krankheit,
 Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls,
die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen außerstande ist oder bereits 6 Monate ununterbrochen außerstande gewesen ist, ihren Beruf auszuüben und sie auch keine andere Tätigkeit ausübt, die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht, so liegt von Beginn an eine vollständige Berufsunfähigkeit vor."

Auch bei teilweiser Berufsunfähigkeit (BU-Grad mindestens 50 %) zahlt die Allianz die vereinbarte Rente.

So die aktuellen BU-Bedingungen der Allianz. Wenn es noch nicht allzu lange her ist, dass Sie die BU bei der Allianz abgeschlossen haben, gehe ich davon aus, dass die Bedingungen jedenfalls nicht wesentlich davon abweichen.

Hier wäre also nur ein Neuabschluss mit Dienstunfähigkeitsklausel bei einem anderen Anbieter möglich.

Ob das sinnvoll und möglich ist, müsste man im Detail prüfen. Klar ist jedenfalls, dass ein Neuabschluss mit DU-Klausel mit einer neuen Gesundheitsprüfung verbunden wäre. Auch gilt das neue Eintrittsalter für die Berechnung des Beitrages. Allerdings könnte sich in Ihrem Fall auch die Berufsgruppe verbessert haben. "Nichttechnischer Dienst" klingt jedenfalls nach einer Tätigkeit mit weniger körperlicher Tätigkeit als Schreiner, so dass sich eventuell durch die Verbesserung der Berufsgruppe der Mehrbeitrag wegen des höheren Eintrittsalters ausgleichen würde.

Viele Grüße
Eckhard Borchardt
Richtige Antwort
2018-08-20T07:48:41Z
  • Montag, 20.08.2018 um 09:48 Uhr
Hallo Daniel König,
         
wie Herr Borchardt richtig feststellt, bietet die Allianz derzeit keine Dienstunfähigkeitsklausel mehr an. Anders als er, sehen wir in einer solchen Klausel bei Dienstunfähigkeit nach den Voraussetzungen des Bundesbeamtengesetzes keine wesentlichen Vorteile. Gern erläutere ich Ihnen das etwas ausführlicher:
            
Berufsunfähigkeit im Sinne unserer Bedingungen ist nicht mit Dienstunfähigkeit im Sinne des Bundesbeamtengesetzes vergleichbar.
              
Gemäß Bundesbeamtengesetz ist ein Beamter dienstunfähig, wenn er wegen seines körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung der Dienstpflicht dauernd unfähig ist.
                
Dienstunfähigkeit liegt dagegen nicht vor, wenn der Beamte noch anderweitig verwendbar ist (Versetzung in ein anderes Amt auch bei anderer Laufbahn, Übertragung einer geringwertigen Tätigkeit).
               
Dienstunfähigkeit liegt auch nicht vor, wenn der Beamte das bisherige Amt noch mindestens zur Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllen kann.
              
Nach den Versicherungsbedingungen von Allianz Leben liegt Berufsunfähigkeit von Beginn an vor, wenn der Beamte seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann und er tatsächlich auch keine andere Tätigkeit ausübt, die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.
                   
Die Regelungen aus dem Bundesbeamtengesetz zur Dienstunfähigkeit stellen daher keinen großen Unterschied zu den Regelungen unserer Bedingungen zur Berufsunfähigkeitsvorsorge dar - im Gegenteil:
                
Unsere Versicherungsbedingungen sehen eine vergleichbare Regelung zur anderweitigen Verwendung oder Übertragung einer geringwertigeren Tätigkeit nicht vor. Beamte sind daher in dieser Hinsicht mit der Berufsunfähigkeitsvorsorge von Allianz Leben sogar besser geschützt, als es die Regelungen des Bundesbeamtengesetzes vorsehen.
              
Der wesentliche Unterschied liegt vor allem in der Feststellung der Dienst- bzw. Berufsunfähigkeit:
             
Dienstunfähigkeit im Sinne des Bundesbeamtengesetzes wird durch die zuständige Behörde anhand der gesetzlichen Bestimmungen und einem (Amts)ärztlichen Gutachten festgestellt.
            
Berufsunfähigkeit im Sinne unserer Bedingungen wird durch die verwaltende Gruppe bei Allianz Leben anhand der Versicherungsbedingungen und eines ärztlichen Berichtes zur Berufsunfähigkeit (meist von Ihrem behandelnden Facharzt) und ggf. weiterer medizinischer Unterlagen festgestellt.
            
Ein dienstunfähiger Beamter ist daher in aller Regel auch nach unseren Versicherungsbedingungen berufsunfähig.
                
Ganz wichtig ist der Hinweis, dass man im Detail prüfen muss, ob die Aufgabe bestehenden Versicherungsschutzes in Verbindung mit einem Neuabschluss sinnvoll und vertretbar ist. Dabei sollte mit Sicherheit nicht ausschließlich der Preis im Vordergrund stehen. Insbesondere dann, wenn der Vertrag bereits seit 5 Jahren oder länger besteht, wird Ihnen wohl kaum ein Versicherungsmakler zu einer Kündigung raten. Allerdings hat sich ja möglicherweise mit Ihrem Berufswechsel auch Ihr Einkommen zum positiven weiterentwickelt. In diesem Fall sollten Sie prüfen (lassen) ob Ihr Versicherungsschutz noch hoch genug ist. Ich empfehle Ihnen deshalb, sich für eine qualifizierte Beratung mit einer Agentur Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen.
               
Wenn Sie weitere Fragen haben, haken Sie gerne nach.
             
Beste Grüße
Jürgen.

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