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Nur So

Warum verweigert Allianz die Zahlung - BU Versicherung

Hallo zusammen,
leider zeigt sich mal wieder, das eine Versicherung nur dann gut ist, wenn man Sie nicht braucht!
Folgender Fall ist bei uns eingetreten, und mich interessiert mal die Meinung der Allgemeinheit und speziell die der Fachleute, die in diesem Forum aktiv sind!

Meine Frau hat mit Beginn Ihrer Ausbildung im Jahre 1998 eine Lebensversicherung mit angeschlossener BU- Rente abgeschlossen! Nun hat es sich im November 2015 leider ergeben, dass Sie durch die Folgen eines Unfalls nicht mehr in Ihrem ausgeübten Beruf arbeiten kann! Im Dezember 2015 hatten wir wg. der Kfz- Versicherung einen Termin in unserer Agentur und haben das Thema BU und mögliche Zahlung angesprochen! Unser zuständiger MA hat direkt gesagt, dass in dem Fall die BU- Rente zahlt - dafür wurde sie ja schließlich seinerzeit abgeschlossen. Bedingung wäre, dass die Arbeitsunfähigkeit mindestens 6 Monate andauert und entsprechende Arztberichte vorgelegt werden! Im April 2016 haben wir also in Zusammenarbeit mit der Agentur alle benötigten Dokumente zusammengetragen und den entsprechenden Antrag gestellt.
Es hat sich dann eine - zu diesem Zeitpunkt noch - freundliche Mitarbeiterin der entsprechenden Abteilung bei der Allianz gemeldet, und telefonisch noch einiges abgefragt! So weit, so gut und auch kein Problem!
Nach ca. 8 weiteren Wochen hat sich die Dame nochmal gemeldet und mitgeteilt, dass angeblich nicht genug Gründe für die Zahlung der BU- Rente vorlägen, man aber aus Nettigkeit eine Einmalzahlung in Höhe von ca. 6mal der monatlichen Rente anbietet... Hier haben wir natürlich erstmal abgelehnt, da uns ja mehr zusteht!
Da wir keine Lust auf einen langen Machtkampf hatten, haben wir den Fall dann zum Anwalt gegeben mit der Bitte um entsprechende Unterstützung. Seitens der Allianz verweist man munter auf die s.g. Verweisungsklausel, die nach Aussage des Agenturmitarbeiters in unserem Fall aufgrund des Alters des Vertrages unzulässig sei.
Mal davon abgesehen, dass es offenbar zum guten Ton bei der Allianz gehört, anwaltlich gesetzte Fristen nicht einzuhalten, kam nun zum Jahresstart ein Schreiben, welches eine absolute Frechheit ist!!!
Wenn ein Arzt bestätigt, dass meine Frau nicht mehr in der Lage ist, einen kaufmännischen Beruf auszuüben, dann sei man gerne bereit, den Fall noch einmal zu prüfen!
Da man einen kaufmännischen Beruf durchaus noch ausführen kann, wenn man ohne Beine im Rollstuhl sitzt, wird es schwer den behandelnden Arzt zu überzeugen, dieses zu bestätigen! Er müsste schlichtweg lügen!
Selbst wenn wir diese Bestätigung vorbringen würden, käme von der Allianz ein Gutachter, der das Gegenteil bescheinigt - SUPER SACHE!
Da zahlt man über die Vertragslaufzeit ca. 15.000€ ein, und zahlt auch aktuell noch monatlich ca. 90€ - aber wenn man dann die zustehende Leistung in Anspruch nehmen möchte, ist man am Ar... !

Ich als Ehemann mache nun schon seit ca. 1 Jahr neben meinem Fulltime- Job noch zwei Nebenjobs damit wir unsere laufenden Kosten irgendwie decken können - auf Dauer kann das auch keine Lösung sein!

Der aktuelle Arbeitgeber sagt ganz klar, dass mit den Unfallfolgen eine Weiterbeschäftigung nicht möglich ist, da keine 100% Einsatzmöglichkeit besteht. Wie ist es denn, wenn man Frau eine Anstellung findet, die körperlich bewältigt werden kann - hier wird definitiv nicht das gleiche Gehalt rumkommen. Was ist mit der Differenz - kann man hier auf Unterstützung aus der BU- Rente hoffen???

Auch sonst stellen sich folgende Fragen:

1. Wenn die Allianz im Recht ist, warum wird dann eine Einmalzahlung überhaupt angeboten?!
2. Bekommt z.B. ein Maurer, der beide Beine verliert seine BU- Rente? Theoretisch kann auch er im Rollstuhl
sitzend noch eine Mauer bauen...
3. Ein Versicherungsvertrag, der so schwammig ausgelegt werden darf, verstößt doch gegen die guten Sitten!
Um in einem kfm. Beruf nicht mehr arbeiten zu können, muss man ja schon geistig behindert werden!!!

Gerne lese ich von den Forumsteilnehmern, wie man hier die Sache sieht!!!

Unabhängig davon, spielen wir mit dem Gedanken und an die Öffentlichkeit zu wenden. Es gibt genug schlagkräftige Partner, die sich für Kundenrechte einsetzen... spontan fällt mir BILD oder SAT1- Akte ein.
Vielleicht braucht die Allianz ein wenig harten Gegenwind, damit der Versicherte zu seinem Recht kommt!

Vielen Dank im Voraus
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46 Kommentare
2017-01-12T18:59:19Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 19:59 Uhr
Hallo,
wenn der Vertrag im Jahre 1998 abgeschlossen wurde, so sollte dieser k e i n e abstrakte Verweisung
auf einen anderen Beruf haben. Insofern kann ich die Aussagen des Mitarbeiters in der Agentur
nachvollziehen.
Ich kenne es nur so: Wenn ein Arzt bestätigt, dass Ihre Frau zu mindestens 50 % berufsunfähig ist,
und diese Berufsunfähigkeit mindestens 6 Monate andauert, muss die Versicherung zahlen.
Sollte die Allianz damit nicht einverstanden sind, wird Sie einen anderen Arzt beauftragen.
Sollten Sie dann mit dem Ergebnis des 2. Arztes nicht einverstanden sein, können Sie einen 3.
Arzt beauftragen. Dieses Urteil des 3. Arztes ist dann für die Allianz bindend.
Im übrigen können Sie sich natürlich auch noch an den Ombudsmann für das Versicherungswesen
wenden.

Was sagt denn Ihr Rechtsanwalt zu den Aussagen der Allianz?
Haben Sie einen Fachanwalt für das Versicherungsrecht?

LG
Ute
2017-01-12T19:06:18Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 20:06 Uhr
Hallo Ute,

vielen Dan für das Feedback...

Unser Anwalt wurde uns von der ARAG Rechtsschutz empfohlen als Fachmann bzw. Fachfrau für dieses Problem.
Mit Ihr habe ich nun schon diskutiert, dass wir Sie ja gar nicht bräuchten, wenn wir die geforderte Bestätigung hätten.

Einen 2. Arzt hat die Allianz per heute noch nicht beauftragt - es liegen ja auch Bestätigungen von mehreren Ärzten vor -Hausarzt und Facharzt.
Aktuell gibt es nun auch das Gutachten des MDK den die gesetzliche KV beauftragt hat!

Aber das mit dem Ombudsmann ist ein guter Tipp...

Danke
Bastian
2017-01-12T19:21:27Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 20:21 Uhr
Hallo Bastian,

die Allianz sollte doch auch einen § in den Versicherungsbedingungen vom Vertrag benennen können,
wo die Sache mit der abstrakten Verweisung drin steht.
Die ARAG ist eine gute Versicherung, aber arbeitet natürlich auch mit Anwälten zusammen, um Kosten
zu sparen.
Du solltest einmal auf der Homepage des Anwaltes nachsehen, ob es sich auch wirklich um einen
Fachanwalt handelt, aufgrund der bisherigen Tätigkeit bezweifle ich dieses doch stark.
Ich kann dem Anwalt ja nicht sagen, was er zu tun hat, aber ist doch klar:
- Frist setzen, bis wann die Allianz zu zahlen hat
-Klagen
Da du ja scheinbar Versicherungsschutz über die ARAG hast, bewundere ich deine Geduld von mittlerweile
über 1 Jahr.

LG
Ute
2017-01-12T19:24:29Z
  • Donnerstag, 12.01.2017 um 20:24 Uhr
Guten Abend Nur So,

natürlich möchte man gerade im Schadenfall bestmöglich abgesichert sein. Deshalb kann ich verstehen, dass Sie mit der Ablehnung nicht einverstanden sind.

Ich möchte Ihren Fall bzw. den Fall von Ihrer Frau gerne noch einmal von unseren zuständigen Kollegen prüfen lassen.

Hierfür benötige ich bitte die betreffende Vertragsnummer und Ihre Kontaktdaten per E-Mail.

Die E-Mailadresse lautet allianzhilft.dialog@allianz.de

Von dort aus bleiben die Vertragsdaten geschützt. Sobald mir eine Rückmeldung vorliegt, werde ich mich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht und wünsche Ihnen einen schönen Abend.

Liebe Grüße

Sarah
Wie hilfreich finden Sie diese Antwort?
2017-01-13T02:24:06Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 03:24 Uhr
Guten Morgen Sarah,

habe nochmal schnell ins Forum geschaut, bevor der erste Job ansteht - Zeitung verteilen bei Eis und Schnee - Juhu

Vielen Dank für Ihr Feedback und den Einsatz -
ABER, wenn ich Ihnen jetzt die Vertragsnummer mitteile, geht ja der Sinn der Anonymität ein wenig verloren, oder?
Und ob das sinnvoll ist, wo wir ja nun schon über Anwalt mit der Allianz kommunizieren?

Gruß
Bastian
2017-01-13T06:36:54Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 07:36 Uhr
Hallo Bastian,
du kannst Sarah unter der von ihr genannten E-Mailadresse ruhig die Vertragsnr. nennen.
Selber machen kann Sarah allerdings nichts, ausser die entsprechenden Kollegen der Leistungsabteilung
zu kontaktieren, und ein wenig auf die Finger klopfen.
Versuch es ruhig, schlimmer kann es ja auch nicht werden.

LG
Ute
2017-01-13T09:13:38Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 10:13 Uhr
Guten Morgen Nur So,

selbstverständlich möchten wir alles so einfach erklären, dass auch Menschen ohne Vorbildung in Sachen Versicherungen ohne Einschränkungen verstehen, was wir tun und warum wir wie entscheiden. Nur ist die Leistungsprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung ein komplexer Vorgang und jeder einzelne Fall so individuell wir es auch unsere Kunden sind. Einfache, pauschale Antworten auf noch so detailreich hier im Forum geschilderte Fälle kann es deshalb nicht geben und sie wären Ihnen sicherlich auch nicht sehr hilfreich. Deshalb kann ich nur unterstreichen, was Sarah bereits anbot: Senden Sie uns die Versicherungsnummer und Ihre Kontaktdaten, damit wir den Sachverhalt im persönlichen Gespräch aufklären können. Selbstverständlich sollen Sie Ihre Daten nicht hier öffentlich posten. Damit Ihre Anonymität im Forum sichergestellt ist, nutzen Sie bitte die oben genannten E-Mailadresse. Wenn Sie natürlich gegenüber der Allianz anonym bleiben möchten, sind unsere Möglichkeiten, Ihnen zu helfen bei diesem Thema begrenzt.

Nun haben Sie sich ja auch ausdrücklich an andere Forumsteilnehmer mit Ihrer Frage gewandt - völlig ok. Aber bitte seien Sie sich bewusst, dass Antworten, die ausschließlich auf den von Ihnen in Ihrer Frage vorgetragenen und einzig von Ihrer Sichtweise geprägten Sachverhalten beruhen, im besten Fall wenig hilfreich, im schlimmsten Fall sogar irreführend sein können. Ein sachverständiger User weiß das und wird sich entsprechend mit seinen Antworten und Empfehlungen zurückhalten.

Ein paar Infos zum Thema Verweisung auf einen anderen Beruf möchte ich Ihnen schon vorab mitgeben. Dazu habe ich vor kurzem hier im Forum eine Frage beantwortet. Vielleicht klärt das schon Ihre 2. Frage auf:

https://forum.allianz.de/service/berufsunfaehigkeitsversicherung--bedingungen/frage/bekommt-man-eine-bu-rente-wenn-man-die-alte-taetigkeit-bei-75-wieder-ausuebt

Beste Grüße
Jürgen.
2017-01-13T10:15:31Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 11:15 Uhr
Hallo Bastian,

ihr habt einen Antrag auf Leistung aus der BU-Versicherung gestellt. Euer Vertreter ist der Meinung,
dass die Allianz hier leisten muss.
Die Allianz leistet nicht, und ihr habt deswegen einen Anwalt eingeschaltet, der aber scheinbar
auch nicht weiter kommt.
Wenn die Allianz nicht leistet, muss sie dafür auch eine Begründung nennen, unter Hinweis auf
entsprechende § in deinem Versicherungsvertrag.
Falls dein Anwalt nach Nennung dieser § immer noch der Meinung ist, dass die Allianz hier zu Unrecht
nicht leistet, sollte er auch dir eine entsprechende Begründung dafür geben, und diese Begründung
der Allianz mitteilen. Wenn ihr euch dann immer noch nicht einigen könnt, bleibt dir immer noch vor
Klageeinreichung der Weg zum Ombudsmann, was ich auch in meinem ersten Post mitgeteilt habe.
Diesen Weg würde ich immer zuerst gehen, damit du einmal eine unabhängige Meinung hast.
Die Entscheidung eines Ombudsmann ist für die Versicherungen nur bis zu einem Nachteil in Höhe
von 10.000 € bindend.

Bevor du eine Klage einreicht prüft im übrigen auch deine ARAG Versicherung zuerst einmal die
Erfolgsaussichten. Sind die Erfolgsaussichten schlecht, wirst du auch keine Deckungszusage
bezüglich einer Klage erhalten.

Ich würde wie folgt vorgehen, aber ganz wichtig: erst mit deinem Anwalt die Vorgehensweise abklären:
1.) Den Vorschlag von Jürgen annehmen, und ihn noch einmal über die Sache drüberschauen lassen.
2.) Wenn das nicht weiterhilft: mich an dem Ombudsmann wenden, um einmal eine neutrale Sicht
der Dinge zu erfahren

Viel Glück.

LG
Ute
2017-01-13T17:05:05Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 18:05 Uhr
Hallo zusammen,

vielen Dank für das zahlreiche Feedback!
Uns liegen mittlerweile, die Vertragsbedingungen vor - die Allianz beruft sich natürlich auf §2 der Bedingungen aus Oktober 1997.
Hier wird auf eine mögliche, andere Tätigkeit verwiesen! Aber wie schon gesagt - selbst ohne Beine kann ein kaufmännischer Beruf noch ausgeführt werden!
Die letzte Entscheidung, wie wir weiter vorgehen obliegt natürlich meiner Frau!
Leider konnte ich Sie noch nicht davon überzeugen, sich mit dem Thema Ombudsmann zu beschäftigen -

Wir bleiben aber am Ball!

Schönes Wochenende euch
Bastian
2017-01-13T17:20:03Z
  • Freitag, 13.01.2017 um 18:20 Uhr
Achso -
das Produkt heißt übrigens BUZ0896 -
vielleicht hilft das ja um diese unverschämte Klausel zu umgehen?!