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Gelöschter Nutzer

Sollte Berufsunfähigkeitsversicherung nach der Verbeamtung beibehalten werden?

Im Jahr 2004 habe ich als Angestellter eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Allianz abgeschlossen (Versicherungsbedingungen E 356). 2/2011 wurde ich verbeamtet, 2/2012 Beamter auf Lebenszeit. Die Versicherung ließ ich weiterlaufen, bis ich von Kollegen hörte, dass diese für einen Beamten überflüssig sei. Dies hat mich erschreckt, denn dann hätte ich seit 2011 jedes Jahr über 1000 Euro umsonst ausgegeben. Daraufhin habe ich bei meinem Berufsverband nachgefragt. Von dem zuständigen Referenten erhielt ich zusammengefasst die Auskunft, dass eine DIENSTunfähigkeitsversicherung sehr wohl sinnvoll sei. Im Einzelnen sollte ich folgende Fragen klären:
1. Ist in meiner Berufsunfähigkeitsversicherung die Dienstunfähigkeit des Beamten mitversichert?
2. Akzeptiert die Allianz als Anlass für den Versicherungsfall die Tatsache, dass die Behörde eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit durchführt, oder wird als Anlass nur ein von der Versicherung verlangtes ärztliches Gutachten akzeptiert?
3. Ist auch die sogenannte „begrenzte Dienstfähigkeit“ (§ 27 BeamtStG) mitversichert, bei der u.U. keine höhere Vergütung gezahlt wird als bei einer vollen Dienstunfähigkeit?
Ich wäre Ihnen für eine Beantwortung dieser Fragen sehr dankbar bzw. für eine Auskunft dazu, an wen ich mich für eine verbindliche Beantwortung wenden kann.

19 Kommentare
2016-02-20T13:39:02Z
  • Allianz hilft
  • Samstag, 20.02.2016 um 14:39 Uhr
Guten Tag Beamter,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir haben bereits eine ähnliche Frage beantwortet. Vielleicht hilft Ihnen diese bereits weiter. Hier der Link:

https://forum.allianz.de/questions/zahlung-brufsunfahigkeitsrente-bei-dienstunfahigkeit

Weiterhin gebe ich aber Ihre Anfrage noch einmal an meine zuständigen Kollegen weiter. Sobald mit einen Antwort vorliegt, melde ich mich hier im Forum zurück.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Franziska
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2016-02-20T14:14:03Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 15:14 Uhr
Hallo Beamter,

bitte beachten Sie, dass die Antwort von KV-Profi, die unter dem o.g. Link als "Richtig" markiert ist, in Wirklichkeit FALSCH ist. Richtig ist dort die Antwort von Jens.

Liebes Franziska,
vielleicht könnt Ihr das mal ändern? Sonst markiert Ihr doch auch immer die Antwort Eurer Experten als richtig - hier wäre es mal angebracht gewesen!

LG und angenehmes Woe
2016-02-20T14:22:33Z
  • Allianz hilft
  • Samstag, 20.02.2016 um 15:22 Uhr
Hallo consilium,

vielen Dank für Deinen Hinweis.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Franzi
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2016-02-20T14:23:27Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 15:23 Uhr
Achso, hier mal noch die konkreten Antworten auf Ihre Fragen:

1.) Nein. Warum Sie dennoch genau die richtige Versicherung haben, ist von Jens unter dem Link oben gut erklärt. Lassen Sie sich nicht von Ihren Kollegen mürbe machen. Viele ließen sich von der Debeka mit einer DU-Klausel locken - die ist nur Blendwerk. Fragen Sie doch mal nach, ob der Kollege, der Ihnen Rat gab, als Nebenvertreter für eine bestimmte Versicherung tätig ist

2.) Nein, weder noch. Die Prüfung der Leistungsvorraussetzungen wird durch den Leistungsprüfer der Allianz durchgeführt. Ein Gutachten ist nur in wenigen Fällen erforderlich. Die Einschätzung des Dienstherren kann ein Indiz sein, ist jedoch nicht maßgeblich.

3.) Nein. Siehe 1.) und 2.)
2016-02-20T15:21:03Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 16:21 Uhr
Vielen Dank und noch ein schönes Wochenende! Wenn es sich wirklich so verhält, wie "Jens" damals schrieb, wäre ich beruhigt. Meine Befürchtung war eben, dass es so wäre, wie "KV-Profi" schrieb - aber das ist ja nun offenbar falsch. Zur vollständigen Beruhigung hätte ich nur gern eine „offizielle“ Bestätigung, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Beamten greift, denn bis vor kurzem war ja anscheinend die Antwort von KV-Profi als richtig gekennzeichnet. Noch etwas anderes dazu: KV-Profi schrieb auch etwas von einer Anzeigepflicht. Ich hatte den Allianz-Mitarbeiter, bei dem ich die Versicherung abschloss, damals so verstanden, dass die Versicherung auch bei einem Arbeitgeber- oder sogar Berufswechsel automatisch weitergelten würde, also auch ohne neue Eingruppierung in eine neue Berufsgruppe mit möglicherweise höherem Risiko. Muss ich nun doch der Allianz irgendetwas „anzeigen“, solange kein Versicherungsfall eingetreten ist? Ich hatte seit dem Abschluss 2004 bis auf Adressänderungen (und Beitragsabbuchungen …) keinen Kontakt mehr mit der Allianz.
2016-02-20T17:13:28Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 18:13 Uhr
Es ist so, wie Jens damals schrieb. Wenn Sie eine schriftliche Bestätigung möchten, schreiben Sie der Einfachheit halber eine E-Mail mit Ihrem Anliegen an lebensversicherung@allianz.de (im Betreff die Versicherungsnummer). Man wird Ihnen dann wahrscheinlich das ganze inhaltsgeleich nochmal per Brief zusenden.

Es ist auch so, wie es Ihnen Ihr Abschlussvertreter gesagt hat. Sie müssen eine berufliche Veränderung nachträglich nicht melden, es seie denn Sie waren bei Abschluß des Vertrages noch Schüler und es war eine EU-Klausel vereinbart. Dann hätten Sie mitteilen müssen, wenn Sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, damit zukünftig auch Versicherungsschutz bei Berufsunfähigkeit und nicht nur bei Erwerbsunfähigkeit besteht. Wenn ich Sie aber richtig verstanden habe, waren Sie bei Abschluss des Vertrages bereits als Angestellter erwerbstätig. Eine Mitteilung war deshalb nicht nötig. Sie sind immer versichert in der letzten beruflichen Tätigkeit in gesunden Tagen, in ihrer konkreten Ausgestaltung. Ob Sie verbeamtet sind oder nicht ist dabei ohne Belang. Eine Neueingruppierung aufgrund einer beruflichen Veränderung erfolgt nicht - weder bei einem erhöhten Risiko, noch bei einem verringerten.

Ich hoffe, es ist alles klar geworden. Wenn nicht, haken Sie gerne einfach nach.
2016-02-20T18:30:16Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 19:30 Uhr
Sie haben sehr klar geantwortet und mir gut weitergeholfen. Es ist genau so, wie Sie es verstanden haben: Bei Abschluss war ich Angestellter im öffentlichen Dienst (BAT), jetzt bin ich Beamter bei einem anderen Arbeitgeber bzw. Dienstherrn und in einer anderen Funktion. Wenn mir diese Angaben jetzt noch schriftlich von der Allianz bestätigt werden, bin ich beruhigt und zufrieden, auch dass ich die Versicherung nicht voreilig gekündigt habe. Die einzige Teilfrage, die mir noch nicht ganz klar ist, ist die Nr. 3, also die Frage nach der „begrenzten Dienstfähigkeit“. Wenn ich Ihr „Nein“ richtig verstehe, bekäme ich in diesem Fall keine Versicherungsleistungen, selbst wenn meine Bezüge dann nur so hoch wären wie bei einer vollen Dienstunfähigkeit? Diese Frage ist freilich längst nicht so wichtig wie die erste, bei der ich nun wie gesagt doch beruhigt bin. Nochmals herzlichen Dank!
2016-02-20T20:18:33Z
  • Samstag, 20.02.2016 um 21:18 Uhr
Mit "Nein" meinte ich, es kommt für die Leistung aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung nicht darauf an, ob Ihr Dienstherr Sie als "begrennzt Dienstfähig", "voll Dienstunfähig" oder sonstwie einstuft. Entscheident dafür, ob Sie die Leistung aus Ihrer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, ist einzig und allein, ob die bedingungsgemäßen Leistungsvoraussetzungen erfüllt sind. Ich kenne jetzt nicht ad hoc die Bedingungen Ihres Vertrages, aber wenn man davon ausgeht, dass Sie BU PLUS versichert haben, dann bedeutet das, wenn Sie voraussichtlich mindestens 6 Monate berufsunfähig sind oder bereits 6 Monate berufsunfähig gewesen sind, erhalten Sie die Leistung. Als berufsunfähig gelten Sie hierbei, wenn Sie zu mindestens 50% außerstande sind, Ihren Beruf auszuüben – sei es infolge von Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls. Wann diese 50%-Grenze erreicht ist, hängt davon ab, wie sehr Ihre Arbeitsfähigkeit gemindert ist. Die Berufsunfähigkeit ist von Ihnen ärztlich nachzuweisen. Was Ihr Dienstherr dazu meint ist Wurscht
2016-02-22T07:04:15Z
  • Allianz hilft
  • Montag, 22.02.2016 um 08:04 Uhr
Hallo Consilium,

vielen Dank für die Ergänzung.

Beste Grüße und einen tollen Wochenstart.
Sebastian
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2016-02-22T15:55:23Z
  • Montag, 22.02.2016 um 16:55 Uhr
Lieber Beamter,

hier die von Franziska versprochene Antwort, welche wir von unseren Spezialisten erhielten:

Gern beantworten wir Ihre Frage hinsichtlich Ihres Versicherungsschutzes.

Die Dienstunfähigkeit ist als Begrifflichkeit nicht in den jeweiligen Bedingungen beschreiben. Dennoch erfolgt im Leistungsfall die Prüfung ob und in welchem Umfang eine Berufsunfähigkeit vorliegt.

Hier eine kurze Beschreibung des Begriffs Berufsunfähigkeit:

Laut den gültigen Versicherungsbedingungen liegt eine Berufsunfähigkeit vor, wenn der Beamte seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann und er tatsächlich auch keine andere Tätigkeit ausüben kann, die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.

Die Versetzung des Beamten in den Ruhestand kann grundsätzlich nicht als Anlass zur Anerkennung der Berufsunfähigkeit herangezogen werden.

Während der Prüfung des Leistungsanspruches müssen uns vollständige und aussagekräftige Unterlagen bezüglich des Berufes (beispielsweise Einkommensnachweise) und der Erkrankung bzw. Verletzung (beispielsweise Befunde und Berichte) vorliegen. Das von Ihnen genannte ärztliche Gutachten wird nur in einigen Einzelfällen in Auftrag gegeben.

Wie bereits weiter oben im Text erwähnt, werden die Begrifflichkeiten der Dienstfähigkeit nicht explizit genannt. Grundsätzlich ist aber auch die begrenzte Dienstfähigkeit ein Anzeichen für eine eventuelle Berufsunfähigkeit. Für die Beurteilung der Berufsfähigkeit ist es aber durchaus sinnvoll uns auch diese Unterlagen einzureichen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, stehen wir Ihnen auch weiterhin gern zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Liebe Grüße
Ines
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